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So erhalten heute schon 80 % der Anlagenhersteller wichtige Informationen über die Nutzung der installierten Maschinen, wie es heißt. Doch nur die wenigsten seien tatsächlich in der Lage, diese Daten zu analysieren, um ihren Kunden einen Mehrwert zu bieten.
Vier neue Geschäftsmodelle für Service im Maschinenbau identifiziert
Angesichts dieser neuen Trends auf dem internationalen Markt hat die Unternehmensberatung vier verschiedene Geschäftsmodelle für den Servicebereich der Maschinenbauunternehmen identifiziert:
- Die Technologieführer sollen auch im Service von den Alleinstellungsmerkmalen ihrer Nischenprodukte, patentierten Bauteile und dem proprietären Kundenzugang profitieren. Der Service müsse die Technologieführerschaft jedoch über den gesamten Produktlebenszyklus absichern.
- Die Preisführer seien hingegen einem starken Wettbewerb ausgesetzt, da die Produkte weniger kundenspezifisch sind und sie weder patentierte Bauteile vertreiben noch proprietären Zugang zu ihren Kunden haben. Die Kundenentscheidungen seien im Wesentlichen preisgetrieben – Serviceleistungen müssten dies widerspiegeln.
- Die Applikationsführer charakterisiere spezifisches Prozess-Know-how mit einem starken Fokus auf Prototypenbau beziehungsweise kundenspezifischen Maschinenbau. Im Service benötigten sie insbesondere Experten mit einem tiefgründigen Applikations- und Kunden-Know-how, die die Maschinen regelmäßig upgraden.
- Die Effizienzführer, ähnlich wie die Preisführer, würden keine patentierten Teile herstellen und seien daher einem starkem Wettbewerb ausgesetzt. Serviceumsatz werde im Wesentlichen durch den Verkauf von Serviceeinsatzstunden generiert. Um eine globale Serviceabdeckung zu gewährleisten, seien ein effizientes Servicenetzwerk und eine notwendige kritische Masse wesentlich.
„Maschinen- und Anlagenbauer, die in der Lage sind, das richtige Servicemodell für sich zu identifizieren und eine passende Strategie dazu zu entwickeln, werden in den kommenden Jahren ein bislang noch ungenütztes Gewinnpotenzial ausschöpfen können“, meint Angehrn. Dabei sollten kleinere Anbieter an strategische Allianzen denken, um Kosten und Ressourcen zu sparen.
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