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Massivumformer reagieren auf wichtige Trends

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„Eine Rotorwelle für Elektromotoren kann durch die Umformverfahren Rundkneten und Axialformen beispielsweise mit einem bis zu 50 % reduzierten Gewicht hergestellt werden. Bei Getriebewellen ist eine Einsparung von über 1,9 kg je Bauteil möglich“, benennt Marré denkbare Einsparpotenziale.

Kaltmassivumformwerkzeugen mit PVD/CVD-Schichten

Verschleißminimierung ist mit Blick auf die Lebensdauer der Umformwerkzeuge ein wichtiges Thema. „Der Nutzung von PVD/CVD-Schichten (Dünnschichten, die durch physikalische/chemische Gasphasenabscheidung entstehen) in der Kaltmassivumformung kommt aus wirtschaftlichen Gründen daher eine hohe Bedeutung zu. Die hohen Kontaktdrücke, welche zwischen Werkstück und Werkzeug während der Umformung auftreten, gehen einher mit hohen tribologischen Belastungen des Werkzeuges. Unter diesen Belastungen können die zur wirtschaftlichen Produktion notwendigen Standmengen der Werkzeuge oftmals nur erreicht werden, wenn der Verschleiß durch die Nutzung von PVD/CVD-basierten Hartstoffschichten entsprechend minimiert wird“, erklärt Daisy Opel, technische Anwendungsberatung und Verkauf bei der Eifeler Werkzeuge GmbH in Schnaittach.

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„Die Nutzung dieser Schichten in der Kaltmassivumformung ist ein effektives Mittel zum Vermindern von abrasivem oder adhäsivem Verschleiß sowie von Reibung. Des Weiteren kann ein Aufkleben und Aufschweißen der umgeformten Werkstoffe verhindert werden, wodurch die Wartungsintervalle der Werkzeuge vergrößert und Ausfallzeiten reduziert werden und somit die Wirtschaftlichkeit der Produktion maßgeblich gesteigert werden kann“, benennt sie die Vorteile der Hartstoffschichten.

Verfolgen wesentlicher Trends ist für Massivumformer wichtig

Tagungsleiter des Jahrestreffens der Kaltmassivumformer wird auch in diesem Jahr wieder Prof. Peter Groche sein, Leiter am Institut für Produktionstechnik und Umformmaschinen an der Technischen Universität Darmstadt.

Dr. Hendrik Schafstall, General Manager & CTO der Simufact Engineering GmbH, wird als Tagungsleiter durch die parallel stattfindende VDI-Fachtagung Warmmassivumformung führen. Für ihn ist es wichtig, dass die Teilnehmer einen guten Einblick in die Teilaspekte der Massivumformung erhalten und damit ein tiefergehendes Verständnis dafür. „Zu beiden Veranstaltungen werden Entwicklungstendenzen für die Herstellbarkeit aufgezeigt sowie Möglichkeiten, geforderte Bauteileigenschaften gezielt einzubringen. Ergänzend dazu werden verschiedene virtuelle Möglichkeiten erläutert, dies im Vorfeld vorherzusagen und zu optimieren“, so Schafstall vor der Veranstaltung. Das Wissensforum sei eine gute Plattform zur Weiterqualifizierung und fördere zudem den Gedankenaustausch untereinander, um langfristig zukunftsfähig sein zu können. Natürlich, so Schafstall, sei Industrie 4.0 nicht mehr zu stoppen, was eine frühzeitige Sensibilisierung und Auseinandersetzung mit dieser Thematik erfordere. Aber auch das Verfolgen weiterer Trends sei für die Massivumformer wichtig, so etwa die E-Mobilität, die additive Fertigung, die hybride Fertigung oder die Erhöhung der Vorhersagegenauigkeit durch virtuelle Abbildungen der komplexen Realität. Daraus ergebe sich eine Kombination von Fertigungsmöglichkeiten, welche letztendlich die Wirtschaftlichkeit und Effizienz verbessern.

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Über den Autor

Dipl.-Ing. Annedore Bose-Munde

Dipl.-Ing. Annedore Bose-Munde

Fachredakteurin für Wirtschaft und Technik