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Luftzuführsystem sorgt für gleichmäßige Temperierung
Ein neu entwickeltes Luftführsystem sorgt einerseits für eine besonders gleichmäßige Temperierung der gesamten Kammer und verhindert andererseits eine freie Konvektion, was von zentraler Bedeutung beim Einsatz optischer Längenänderungsaufnehmer ist. Kalibriert nach DAkkS - DKD - R 5 - 7 Methode C, weisen die Temperierkammern nur Temperaturdifferenzen von ± 1 °C auf. Alle Kammern verlassen das Werk vorkalibriert mit einem entsprechenden Zertifikat. Ein nicht zu unterschätzender Vorteil ist auch, dass das Lüftungsystem über die Prüfsoftware Test-Xpert III zu regeln ist. Deshalb sind auch Prüfungen an Folien, die sehr empfindlich auf Luftzug reagieren, möglich. Aus dieser Regelbarkeit in Verbindung mit der äußerst gleichmäßigen Temperierung und einem optional erhältlichen probennahen Temperaturfühler ergibt sich auch eine garantiert stabile Temperatur ohne Überschwinger. Diese könnten die Probe schon in der Temperierphase – noch vor dem eigentlichen Prüflauf – schädigen.
Zusammen mit dem Längenänderungsaufnehmer Video-Xtens 2-120 HP kann innerhalb der Kammer auch ein Zugmodul nach ISO 527 ermittelt werden – eine Prüfung, bei der extreme Anforderungen an die Genauigkeit gestellt werden. Bei einer Toleranz von nur ± 1 µm würden auch geringste Einflüsse, wie die Vibrationen des Ventilators oder eine freie Konvektion, das Prüfergebnis empfindlich verfälschen. Der Scheibensatz, durch den die optischen Extensometer schauen, ist auf das optische Messsystem abgestimmt und wird in Abhängigkeit von der Versuchstemperatur beheizt. Direkt gegenüber befindet sich ein LED-Leuchtschirm, der für einen sehr homogen ausgeleuchteten Hintergrund sorgt und vor dem sich die Probenkörper deutlich abheben. So ist auch die Messung der Breitenänderung möglich, was früher nur aufwendig mittels Sonderkammern machbar war. Der Anbau der Extensometer erfolgt hinten links. Der Bediener hat so von vorne stets freien Zugang und freie Sicht in den Prüfraum.
Elektronische Signatur macht Prüfungen nachvollziehbar
Die Bedienung der gesamten Prüfmaschine inklusive der Temperierkammer mit allen Funktionen über Test-Xpert III ist gleich in mehrfacher Hinsicht komfortabel: Das System wird ergonomisch vom Rechner aus gesteuert, alle Zustände werden an die Software zurückgemeldet und sind jederzeit sichtbar. Was einerseits der Ergonomie und exakten Prüfergebnissen zugute kommt, macht andererseits die Nachvollziehbarkeit der Prüfungen möglich. Alle Ein- und Ausgaben des Systems können geloggt und in einem mit einer elektronischen Signatur versehenen Protokoll abgelegt werden. So kann auch im Nachhinein jederzeit detailliert nachgewiesen werden, wie eine bestimmte Prüfung abgelaufen ist.
Üblicherweise entstehen bei jedem Probenwechsel in der Temperierkammer starke Temperaturschwankungen und der Temperierprozess beginnt von neuem. Bei gekühlten Prüfungen bildet sich überdies Eis durch kondensierende Luftfeuchtigkeit in der Kammer. Das neue „Tür-in-Tür“-System reduziert diese Probleme auf ein Minimum: In der großen, voll öffnenden Tür der Temperierkammer ist eine kleinere Tür eingesetzt – quasi eine „Schlupftür“ – groß genug, um bequem mit einer Hand in die Kammer greifen zu können.
Zudem sorgt eine durch Vorhänge gebildete Temperaturschleuse dafür, dass beim Probenwechsel oder dem Abnehmen eines Clip-on-Extensometers nur minimale Temperaturänderungen entstehen. Weil die Temperatur bei Benutzung der Schleuse nur geringfügig nachgeregelt werden und nicht langwierig neu aufgebaut werden muss, verringern sich die Taktzeiten für Prüfungsreihen und auch die Betriebskosten sinken merklich.
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