Diamantwerkzeuge Mehr Schleifleistung mit Hochleistungs-Hybridbindung

Redakteur: Peter Königsreuther

Norton Winter aus dem Hause Saint-Gobain Abrasives beweist, dass bei der schleifenden Bearbeitung von Hartmetall-Schaftwerkzeugen noch mehr geht, als bisher.

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Das ist ein Hartmetall-Schaftfräser, der mit den neuen Q-Flute-Prime-Diamantschleif-Werkzeugen von Norton Winter bearbeitet wurde. Sie sind für das Nutenschleifen ausgelegt. Rund 20 Prozent geringere Schleifkräfte und ein um 50 Prozent reduzierter Werkzeugverschleiß gehören zu den Anwendervorteilen, sagt der Hersteller.
Das ist ein Hartmetall-Schaftfräser, der mit den neuen Q-Flute-Prime-Diamantschleif-Werkzeugen von Norton Winter bearbeitet wurde. Sie sind für das Nutenschleifen ausgelegt. Rund 20 Prozent geringere Schleifkräfte und ein um 50 Prozent reduzierter Werkzeugverschleiß gehören zu den Anwendervorteilen, sagt der Hersteller.
(Bild: Saint-Gobain Abrasives)

Die Lösung für eine produktivere Hartmetallbearbeitung heißt Q-Flute Prime, mit dem das Leistungsniveau im Nutenschleifen deutlich angehoben werden kann. Q-Flute-Prime-Schleifwerkzeuge nutzten eine Hochleistungs-Hybridbindung, die das Diamantschleifkorn noch fester im Griff habe, als es andere Binder könnten. Im Vergleich zu bisherigen Diamantschleif-Werkzeugen ergebe sich eine ausgewogenere Kombination aus Profilhaltigkeit und Freischleifverhalten. Das zahle sich auch mit Blick auf den Trend zu gestiegenen Qualitätsanforderungen bei gleichzeitig sinkenden Losgröße aus, was echte Spitzenleistung in puncto Werkzeug erfordere. Aber auch Großserien können laut Aussage des Herstellers wirtschaftlich abgearbeitet werden. Die Q-Flute-Prime-Schleifwerkzeuge sind in allen gängigen Formen und Abmessungen erhältlich, informiert der Hersteller. Für kürzere Vorlaufzeiten aber zum Teil auch ab Halbfertiglager. Gehe es um spezielle Anforderungen könnten auch komplett maßgeschneiderte Schleifwerkzeuge dieser Qualität geliefert werden.

Das steckt hinter der neuartigen Hybridbindung

Ein Grund für die starke Performance der Q-Flute PRIME-Schleifwerkzeuge liegt, wie oben schon erwähnt, in der Hochleistungs-Hybridbindung. Denn die hier herrschende Kombination aus freischneidendem Diamantkorn und einer speziellem Binder verbessert nicht nur die Formstabilität. Auch die selbst schärfenden Eigenschaften der Diamantkörner prägen sich besser aus, was für eine langanhaltende Aggressivität des Schleifmittels sorgt. So lässt sich außerdem mehr Material abtragen, ohne dass das Korn stumpf wird oder mechanisch versagt. Durch den mikrokristallinen Aufbau wird ein relativ stark freischneidender und kühler Schliff erreicht.

Verbessertes Schleifwerkzeug bringt verbesserte Bauteile

Tests haben gezeigt, dass die Scheiben mit deutlich geringeren Schleifkräften arbeiten und durchaus eine um 50 Prozent höhere Profilhaltigkeit im Vergleich zu anderen Nutenschleif-Werkzeugen erreichen, betont Saint-Gobain Abrasives. Insbesondere bei großen Stückzahlen ist das ein nicht zu verachtender Vorteil, heißt es weiter. Der vergleichsweise niedrige Schleifdrucks schont bei der Werkzeugbearbeitung außerdem die Maschinenspindeln und andere Komponenten der Schleifmaschine. Die damit geschliffenen Hartmetall-Schaftwerkzeuge sollen stabilere Kanten haben. Die Oberflächenqualität, der mit den Hartmetall-Werkzeugen spanend hergestellten Bauteile soll sich dadurch deutlich erhöhen.

Beispiele aus der Nutenschleifpraxis

Beim Nutenschleifen eines 12-Millimeter-Hartmetall-Fräsers auf einer Schleifmaschine des Typs Helitronic Vision von Walter sei die Q-Flute-Prime-Scheibe schon durch die unproblematische Vorbereitung aufgefallen. Im Einsatz zeigten sich deutlich reduzierte Schleifkräfte, die mit einem Minus von 20 Prozent beziffert werden können. Signifikant geringer ist laut Saint-Gobain Abrasives der Verschleiß im Vergleich zu den Marktbegleiter. Demnach hält diese Schleifinnovation rund 50 Prozent länger durch.

Und beim Nutenschleifen eines Hartmetallfräsers mit dem Durchmesser ½ Zoll mit einer Anca-MX7 erreichten die Schleifkräfte der Q-Flute-Prime bei stabilem Kraftverlauf und der Verschleiß derselben die gleichen Ergebnisse. Auch stellte sich heraus, dass das Werkstück einen absolut konstanten Kerndurchmesser aufweist.

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