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Funkenerodieren Mehr Schneidleistung bringt eine neue Drahtgeneration

Redakteur: Peter Königsreuther

Gapstar ONE heißt die Neuheit des Drahtherstellers Berkenhoff. Hinter dem Produktnamen verbergen sich zwei neue Erodierdraht-Typen, mit denen man produktiver und präziser funkenerodieren kann, so Berkenhoff.

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Der Drahthersteller Berkenhoff, einer der führenden Anbieter von Drähten für die funkenerosive Bearbeitung von Werkstücken, hat eine neue Erodierdrahtgeneration mit dem Markennamen Trimpac auf den Markt gebracht, die beim Funkenerodieren mehr leisten sollen als bisherige Typen.
Der Drahthersteller Berkenhoff, einer der führenden Anbieter von Drähten für die funkenerosive Bearbeitung von Werkstücken, hat eine neue Erodierdrahtgeneration mit dem Markennamen Trimpac auf den Markt gebracht, die beim Funkenerodieren mehr leisten sollen als bisherige Typen.
(Bild: Berkenhoff)

Mit dem Markennamen Trimpac kommen zwei neue Drahterdier-Produkte an den Start, sagt Berkenhoff. Die Neuen heißen Gapstar ONE.9 und Gapstar ONE.5. Sie sollen sich nur in der Festigkeit – und damit auch im Dehnungsverhalten – voneinander unterscheiden. Die Drähte erzielen deutlich höhere Schneidleistungen als alle anderen von Berkenhoff unter der Dachmarke bedra gefertigten Standarddrähte für die Funkenerosion. Gleichzeitig profitiere der Anwender von einer hohen Schnittpräzision.

Neue Beschichtungstechnik zahlt sich in Barem aus

Bei der Entwicklung der Erodierdrahtgeneration Trimpac wurden, wie es weiter heißt, die Stärken der bedra-Drahtgenerationen cobracut, broncocut und topas berücksichtigt, die bis dato als Standarddrähte für die Drahterosion eingesetzt werden. Die Drähte Typ Gapstar ONE bestehen nach Angaben von Berkenhoff aus einem Messingkern (CuZn37) und einem Mantel mit höherem Zinkanteil und strukturierter Oberfläche. Dieser Mantel wird mit einer von Berkenhoff neu entwickelten Beschichtungstechnik, dem zum Patent angemeldeten Trimpac-Verfahren, geschaffen, heißt es dazu. Die Beschichtung habe großen Einfluss auf die Erodiereigenschaften.

Trimpac ist das Akronym für Triple Impact Sheath. Die Bezeichnung soll deutlich machen, dass mit der Beschichtung gleich drei positive Effekte ins Feld geführt werden. Zum einen trägt der Draht eine dünne Oxidschicht, die wie ein Halbleiter wirkt, sagt Berkenhoff. Damit würden Fehlentladungen vermieden und die Schnittqualität steige.

Zum zweiten sorgt der erhöhte Zinkanteil im Mantel für eine höhere Abtragsrate beim Erodieren. Gleichzeitig steigert sich die Verschleißbeständigkeit, so der Hersteller. Und drittens hat die Oberfläche ja eine spezielle Struktur, die sich zusätzlich positiv auf Schneidqualität und -leistung auswirkt, wie es weiter heißt.

Alles in allem haben Vergleichsversuche mit blankem Messingdraht bewiesen, dass unter Berücksichtigung der Faktoren Drahtkosten, Maschinenkosten und Drahtverbrauch, dem Anwender rund 37 % Geld gespart wird, wenn er zu den Gabstar-ONE-Drähten greift, betont Berkenhoff. Weil man damit auch produktiver wird, kann die Erodiermaschine besser ausgelastet werden, merkt das Unternehmen noch an.

Hier ein paar technische Daten zu den Erodierdrähten:

Der Drahttyp Gapstar ONE.9 wird als ein gerichteter Hochleistungsdraht für alle Erodiermaschinen beschrieben und ist für Standardanwendungen gedacht. Er hat eine Zugfestigkeit von 900 MPa und erlaubt eine Dehnung von 1 %. Wegen seiner hohen Steifigkeit eigne er sich sehr gut für Erodiermaschinen, die einen gerichteten Erodierdraht zum Einfädeln benötigten. Im Falle eines Drahtbruches ist eine automatische Einfädelung garantiert, sodass die Maschinen auch nachts ohne Bediener arbeiten können, betont Berkenhoff.

Der „weichere Bruder“ namens Gapstar ONE.5 hat eine Zugfestigkeit 500 MPa, kann aber um 10 % gedehnt werden. Er ist für die Bearbeitung von konischen Konturen ausgelegt, so Berkenhoff. Mit beiden Drähten sollen sich alle gängigen Schnitthöhen präzise bearbeiten lassen.

Drähte vom Typ Gapstar ONE werden auf Spulen geliefert: Gapstar ONE.9 mit einem Drahtdurchmesser von 0,20, 0,25 oder 0,30 mm und Gapstar ONE.5 mit einem Drahtdurchmesser von 0,25 mm.

Profiteur ist ganz klar der Werkzeug- und Formenbau in allen Facetten

Die Erodierdrähte Typ Gapstar ONE eignen sich sehr gut für den Werkzeug- und Formenbau sowie für die Teileproduktion, zum Beispiel für die Bearbeitung von Stanzwerkzeugen, Druckguss- und Spritzgussformen sowie für die Fertigung von Extrusionswerkzeugen. Anwender, die bisher mit blanken Messingdrähten oder solchen mit Gammaphasenbeschichtung arbeiten, können Drähte aus Gapstar ONE sofort und ohne technologische Hilfestellung einsetzen, heißt es weiter. Die erreichbare Schneid- und Oberflächenqualität entspreche dem, was sich mit Gammaphasendrähten erreichen lasse, und das schon bei ein bis vier, maximal fünf Schnitten.

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