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J. Schmalz GmbH

Mehr Umsatz und ein neues Standbein

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Neuer Geschäftsbereich: Energiespeicher

Um für die Zukunft bestens gerüstet zu sein, baut sich Schmalz mit dem Geschäftsbereich Energiespeicher ein weiteres Standbein auf. Das Unternehmen entwickelt und produziert Kernkomponenten für Vanadium-Redox-Flow-Batterien, die als stationäre Energiespeicher den Überschuss aus Solar- und Windkraft aufnehmen und auftretenden Lastspitzen ausgleichen sollen. Im Moment läuft die Weiterentwicklung der Prototypen-Stacks der ersten Generation. Im zweiten Schritt wird nun eine Pilotfertigung am Standort Glatten aufgebaut und ein modulares Systemkonzept entwickelt. Das Ziel ist ein Plug-and-Play-System zur einfachen Integration in kundenspezifischen Energiespeicherkonzepten.

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Die Motivation hinter der Entscheidung gründet in der wachsenden globalen Nachfrage nach Energiespeichern in Zeiten der Energiewende. Laut Andreas Schiegl, Leiter Geschäftsentwicklung Energiespeicher bei Schmalz, steigt das Marktpotenzial von stationären Energiespeichern weiter an. Schmalz hat zudem die Kernkompetenzen, die zum Bau von Vanadium-Redox-Flow-Batterien benötigt werden. Diese liegen in der Kunststofftechnik, der Montage sowie in der Handhabungstechnik und Automatisierung.

Technologiepartnerschaft mit Fraunhofer ICT

Im Bereich Energiespeicher arbeitet Schmalz zudem mit dem Fraunhofer-Institut für Chemische Technologie ICT zusammen. Ziel der Technologiepartnerschaft ist die Entwicklung eines Redox-Flow-Großbatteriespeichers mit 2 MW Leistung und 20 kWh Kapazität. Dieser soll direkt an den Gleichspannungszwischenkreis einer Windkraftanlage gekoppelt werden. Die Einheit aus Erzeugungsanlage und Batteriespeicher wird als Pilotanlage auf dem Gelände des Fraunhofer ICT in Pfinztal errichtet.

In das Projekt bringen die Partner jeweils ihre Kernkompetenzen mit ein. Auf Seiten von Schmalz ist es das Know-how über Handhabungs- und Kunststofftechnik sowie die Wertschöpfung, beim Fraunhofer ICT das Know-how über Elektrolyse, Alterungsverhalten und die Systemtests. Schmalz kümmert sich um die Produktionstechnik, das industrialisierte Stack-Design sowie um Kostenoptimierung und Effizienzsteigerung, das Fraunhofer ICT bringt die Materialentwicklung, die elektrochemischen Grundlagen, den Systemaufbau sowie die Anbindung der Batterie an die Windkraftanlage mit ein.

Gefördert wird das Projekt „RedoxWind“ durch das Land Baden-Württemberg und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung, kurz: BMBF.

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