Unberechenbare Welt Mercedes-Benz-Chef kann sich mehr Rüstung vorstellen

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

Mercedes-Benz-Chef Ola Källenius ist nach neuesten Informationen offen für einen Ausbau des Rüstungsgeschäfts in seinem Unternehmen ...

Für den Mercedes-Benz-Chef Ola Källenius ist der Trend, in die Rüstung- und Verteidigungsbranche stärker einzusteigen, durchaus gut denkbar. Das muss aber wirtschaftlich gesehen Hand und Fuß haben ...(Bild:  Mercedes-Benz)
Für den Mercedes-Benz-Chef Ola Källenius ist der Trend, in die Rüstung- und Verteidigungsbranche stärker einzusteigen, durchaus gut denkbar. Das muss aber wirtschaftlich gesehen Hand und Fuß haben ...
(Bild: Mercedes-Benz)

Die deutsche Autoindustrie zeigt angesichts steigender Militärausgaben ein wachsendes Interesse an der Rüstungsbranche. Das gilt auch für Mercedes-Benz. Wenn man aber den Fokus auf die Rüstung intensiviere, müsse das wirtschaftlich sinnvoll sein. Das sagte Källenius dem Wall Street Journal. Denn seiner Ansicht nach, ist die Welt einfach unberechenbarer geworden. Er denke, es sei absolut klar, dass Europa sein Verteidigungsprofil stärken müsse. Und sollte Mercedes-Benz dabei eine positive Rolle spielen können, ist Källenius bereit, dies zu unterstützen. Vor allem die Stärken von Mercedes-Benz als Großserienhersteller könne dabei helfen, im Bereich der militärischen Ausrüstung direkter tätig zu werden. Was Automobilhersteller demnach außerordentlich gut können, ist laut Källenius die Herstellung hochwertiger Präzisionsmaschinen in größeren Stückzahlen. Er merkte aber auch an, dass die Rüstung im Vergleich zum Pkw- und Transportergeschäft einen eher Geringen Umsatz ausmachen wird. Für ihn sei es aber dennoch eine Nische, die sich ausbauen ließe, wenn nötig.

Verteidigung ist ein strategisches Feld der Entwicklung

Mercedes-Benz verwies auf Anfrage darauf, das man grundsätzlich zivile Fahrzeuge fertigen will. Die Aktivitäten im Sicherheits- und Verteidigungsbereich gelten aber als ein strategisches Entwicklungsfeld, das aktiv und in Kooperation mit Partnern weiter gestaltet werde. Källenius: „Mit modifizierbaren Fahrzeugen für Sicherheits- und Verteidigungseinsätze stärken wir außerdem seit Jahrzehnten die Verteidigungs- und Sicherheitspolitik Europas und der Nato.“ Und Seit vielen Jahren würden auch Fahrgestelle an spezialisierte Firmen geliefert, die diese in eigener Verantwortung und unter eigener Marke für militärische Anwendungen ausbauen und vermarkten. Sowohl Autobauer als auch Zulieferer prüfen derzeit, wie es um einen Einstieg in die Rüstungsbranche bestellt ist, oder planen diesen bereits. Die Absatzschwäche der deutschen Autobranche und der Wandel zur Elektromobilität treffen nicht zuletzt viele Unternehmen, während die Rüstungsindustrie wegen der internationalen Konflikte starke Zuwächse verzeichnet, expandiert und neue Chancen bietet. Expertisen beim Bau von Karosserieteilen sowie von Antriebs- und Assistenzsystemen könnten dabei ein größere Rolle spielen.

(ID:50847167)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung