Sensortechnik Messroboter für die Scheibenmontage bei führenden Automobilherstellern im Einsatz

Redakteur: Jürgen Schreier

Der Automobilhersteller BMW setzt werksübergreifend auf Messroboter mit Sensortechnologien aus dem Hause Isra. Die Besonderheit: die sensortragenden Roboter bestimmen anhand von mehreren Messpositionen die genaue Lage des Scheibenausschnitts für das automatische Fügen. Sie sorgen so für ein positives Gesamtergebnis des Montageprozesses, in dem sich die Handlingroboter auf ihre eigentlichen Aufgaben voll konzentrieren können.

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SGS-3D-Sensor für den automatisierten Einbau von Front- und Heckscheiben. (Bild: Isra Vision)
SGS-3D-Sensor für den automatisierten Einbau von Front- und Heckscheiben. (Bild: Isra Vision)

Bekanntlich sind in der Automobilproduktion höchste Effizienz und Qualität entscheidende Faktoren für mehr Wettbewerbsfähigkeit. Dies gilt auch für den Scheibeneinbau. Der automatisierte Einbau insbesondere von Front- und Heckscheiben erfordert von Anfang an höchste Präzisionsarbeit.

Bei typischen Scheibeneinbausystemen mit Robotern wird die genaue Fügeposition zwischen Scheibe und Karosserieöffnung mit stationärer Sensorik bestimmt. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, dass der einbauende Handling-Roboter die Sensorik auf dem Greifer mit trägt.

Noch effizienter lassen sich in vielen Anwendungsfällen genaue Ergebnisse erzielen, wenn ein separater Messroboter anhand von mehreren Messpositionen die Lage des Scheibenausschnitts bestimmt und die Ergebnisse an den Handlingroboter übermittelt. Diese Technologie erhöht die Verfügbarkeit der Produktionsanlagen und sorgt für eine störungsfreie Produktion.

Messung erfolgt getrennt vom Einbauprozess

Die Messung des Scheibenausschnitts ist getrennt von dem Einbauprozess inklusive der vorbereitenden Arbeiten wie Handling, Primern und Kleberauftrag. Der Vorteil besteht darin, dass beide Roboter optimal auf ihre jeweiligen Aufgaben abgestimmt sind. Was den Messroboter anbetrifft, so müssen weniger Randbedingungen für das Messsystem und die Sensorik beachtet werden. Weil Füge- und Messprozess voneinander getrennt ablaufen, sind taktzeitoptimale Messungen möglich. Das automatische Fügen wird noch exakter und effizienter.

Trotzdem verliert das Gesamtsystem deutlich an Komplexität. Für die Scheibenvermessung wird je Scheibentyp nur ein Sensor benötigt. Das Messsystem zeichnet sich insgesamt durch hohe Verfügbarkeit und Prozesssicherheit aus. Außerdem ist es sehr wartungsarm und optimal auf die Applikation abgestimmt.

Mehrlinien-Triangulationssensor verwendet speziellen Streifenprojektor

Für die für den Messroboter eingesetzte Sensorik greift Isra auf das vorhandene Produktspektrum zurück, bei dem die SGS-3D-Sensoren perfekt für die Integration am Roboter angepasst wurden und neueste Technologien nutzen.

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