Messtechnik Messtaster ohne Defekte verringern Messfehler

Autor / Redakteur: David Fleischle, Christian Kohler und Wolfram Lyda / Udo Schnell

Ein optisches 3D-Messtechniksystem erfasst und protokolliert automatisch Defekte und Verschleißerscheinungen an Messtastern. Das Inspektionssystem überwacht die Messmittel und verringert die Gefahr von Messfehlern durch beschädigte Messtaster.

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Messsystem mit einer speziellen Aktorik: Je nach Einsatz der Messtaster kann entweder ein Kugelschnitt oder auch nahezu die gesamte Kugel erfasst werden.
Messsystem mit einer speziellen Aktorik: Je nach Einsatz der Messtaster kann entweder ein Kugelschnitt oder auch nahezu die gesamte Kugel erfasst werden.
(Bild: Twip)

Für flexible Messungen mit höchsten Genauigkeiten werden Koordinatenmessgeräte (KMG) eingesetzt. Dabei wird das Bauteil mit Messtastern punktweise angetastet, wodurch die notwendigen Geometriemerkmale erfasst werden. Die Antastung erfolgt in der Regel mit Kugel-Messtastern. Für eine submikrometergenaue Berechnung des Oberflächenpunktes aus dem Tastpunkt wird angenommen, dass die Tastkugel einer idealen Kugel mit genau bekanntem Radius entspricht. Um dies sicherzustellen, ist es notwendig, die Rundheit der Kugel zu überwachen oder eine Kalibrierung der Kugelform vorzunehmen. Denn ein Fehler in der Rundheit der Tastspitzen führt zu einer Vergrößerung der Messunsicherheit. Von den Herstellern werden die Messkugeln in verschiedene Güteklassen eingeteilt. Kugeln der Güteklasse 5 haben eine Kugelgenauigkeit für den Duchmesser von 0,13 µm und bei einer Güteklasse von 10 verschlechtert sich die Genauigkeit auf 0,25 µm.

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