Hybridteile Metalle und Kunststoffe verschmelzen zur Symbiose

Autor / Redakteur: Dietmar Kuhn / Dietmar Kuhn

Der Trend zur Fertigungsoptimierung ist nach wie vor ungebrochen und in modernen Fertigungsprozessen kommen einzelne Prozessschritte deshalb immer mehr als Integrationslösungen zum Zuge. Als Beispiel dafür kann die Herstellung so genannter Hybridteile genannt werden.

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Dabei handelt es sich um Verbundteile – meist aus Metallen und Kunststoffen die in großer Stückzahl beispielsweise von der Automobilindustrie nachgefragt werden. Wie diese wirtschaftlich produziert werden können, das demonstrieren die Unternehmen Leicht Stanzautomation, Arburg und Kron in einer Kooperation und auf Basis einer Pilotanlage, die kürzlich während der Arburg Technologie-Tage in Loßburg gezeigt wurde.

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Klack, klack, klack – im Sekundentakt fallen kleine, flache, aus einem Blechstreifen gestanzte und mit einem Kunststoffgriff umspritzte Teile in einen auf dem Boden stehenden Behälter. Besucher der Arburg Technologie-Tage nehmen die sehr sauberen Teile in die Hand und bemerken, dass es sich dabei um eine Art Büroklammer handelt.

Teile am Trägerband umspritzen

„Damit wollen wir den Besuchern einfach zeigen, dass man Teile mit Kunststoff umspritzen kann, auch wenn sie sich noch am Trägerband befinden“, erklärt Ekkehard Hüne, der bei der Leicht Stanzautomation GmbH in Bretten für den Vertrieb Süd zuständig ist. „Es war die Idee der Leicht Stanzautomation, eine solche Anlage aufzubauen um zu demonstrieren, wie einfach es ist Metall-Kunststoff-Verbundteile zu produzieren“, ergänzt der Kooperationspartner Oliver Giesen, der bei Arburg für die Projektarbeit verantwortlich zeichnet.

„Sehen sie hier“, erklärt Hüne, „das vorgestanzte Edelstahlband wird von diesem Palettenabwickler durch einen Bandabzug abgezogen und dem Kombiwerkzeug zugeführt.“ Ja, das sieht alles ganz einfach aus und bevor das Band, wie gesagt, ein bereits vorgestanztes Edelstahlband aus dem Werkstoff 1.4310 mit Festigkeiten von 1500 bis 2000 N/mm2, geliefert von Thyssen-Krupp Nirosta, dem Werkzeug zugeführt wird, entsteht eine Schlaufe.

Bandvorschub erlaubt absolut ruckelfreier Arbeiten

Danach hat der Bandvorschub nur das Eigengewicht des Bandes aus der Schlaufe herauszufördern. Die Schlaufe selbst hat den Vorteil, dass ein absolut ruckelfreies und konstantes Arbeiten mit gleichbleibend getakteten Arbeitsgeschwindigkeiten möglich ist.

Dabei erfasst ein Ultraschall-Sensor permanent die Länge der Schlaufe und gibt je nach Länge entsprechende Signale an den Wickler. Dieser ändert entsprechend seine Geschwindigkeit.

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