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Kinderbetreuung

Mini-Kita im eigenen Betrieb bei Robotikspezialist Franka Emika

| Autor / Redakteur: Christina Ramgraber / Melanie Krauß

Während die Eltern arbeiten, können die Kinder in der betriebseigenen Kindertagesstätte spielen.
Während die Eltern arbeiten, können die Kinder in der betriebseigenen Kindertagesstätte spielen. (Bild: Susanne Heiker Fotografie)

Immer mehr berufstätige Eltern wünschen sich eine arbeitsplatznahe Kinderbetreuung. Mit dem Konzept Mini-Kita können auch kleine und mittelständische Unternehmen genau das ermöglichen und sichern sich so vielleicht den entscheidenden Vorteil im Kampf um Talente.

Für viele berufstätige Eltern stellt es - vor allem in Ballungsräumen - eine große Herausforderung dar, einen Kinderbetreuungsplatz zu finden, der ihren Anforderungen entspricht. Hohe Kosten, zu kurze Öffnungszeiten oder lange Ferienschließzeiten erschweren es berufstätigen Müttern und Vätern, Beruf und Familie unter einen Hut zu bekommen. Immer häufiger betrifft dieses Problem jedoch nicht nur die Eltern, sondern auch die Unternehmen. Eine potenzielle Lösung sind sogenannte Mini-Kitas, die eine betriebliche Kinderbetreuung auch für kleine und mittelständische Unternehmen ermöglichen.

Durch die Mini-Kitas können Unternehmen die Vereinbarkeit von Familie und Beruf für ihre Mitarbeiter fördern.
Durch die Mini-Kitas können Unternehmen die Vereinbarkeit von Familie und Beruf für ihre Mitarbeiter fördern. (Bild: Susanne Heiker Fotografie)

Das Robotikunternehmen Franka Emika ist eines der am stärksten wachsenden Unternehmen Europas. Im vergangenen Jahr wurde der erste internationale Standort im Silicon Valley eröffnet und das Joint Venture Voith Robotics gegründet. Trotz des rasanten Wachstums, will das Unternehmen seinen Mitarbeitern ein angenehmes und integratives Umfeld bieten und sie in Sachen Kinderbetreuung unterstützen.

Franka Emika setzt auf Mini-Kitas

Johannes Schmid, Mitgründer und Chief Operating Officer (COO) von Franka Emika, weiß, dass die Kinderbetreuung in Ballungsräumen wie München für viele zum Problem wird: „Als stark wachsendes High-Tech-Start-up im Bereich Robotik haben wir viele junge und sehr spezialisierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, daher wollten wir frühzeitig ein Angebot für eine gute Vereinbarkeit von Familie und Beruf schaffen. Die Mini-Kita stellt für unseren Bedarf die optimale Lösung dar, um unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch nach der Familiengründung zu behalten und attraktiv für neue Talente zu sein.“

Im Sommer 2017 dachte das Münchner Start-up dann erstmals über eine eigene Kinderbetreuung für seine Mitarbeiter nach. Doch die Umsetzung dieser, die Suche nach geeigneten Räumlichkeiten und die vielen involvierten Behörden schreckten Franka Emika zunächst ab. Zufälligerweise kam es im gleichen Zeitraum zum Erstkontakt zwischen Schmid und der Sira Kinderbetreuung GmbH und man führte erste Gespräche. Schnell war Schmid von dem Konzept überzeugt und die Umsetzung begann.

Sira übernahm beim Aufbau der Mini-Kita die komplette Abwicklung des Projektes. Zusammen mit Franka Emika und der Wilde & Partner Public Relations GmbH wurde der Bedarf nach Betreuungsplätzen bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in beiden Unternehmen abgefragt. Danach machte sich Sira auf die Suche nach einer geeigneten Immobilie. „Passende Räume in der Nähe der Partnerunternehmen finden wir in der Regel relativ leicht“, so Geschäftsführer David Siekaczek. „Denn für die betriebliche Mini-Kita brauchen wir bei weitem nicht so viele Räume und so viel Platz wie für einen klassischen Kindergarten. Dadurch gelingt es uns auch in Innenstädten an geeignete Immobilien, die arbeitsplatznah sind, zu kommen.“

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Sira mietete die Immobilie an, baute die Räumlichkeiten entsprechend um und richtete sie mit kindgerechten Möbeln ein, kümmerte sich um die Einstellung von pädagogischem Fachpersonal, kaufte Ausstattung, Spielsachen, Kuscheltiere und bereitete alles für einen reibungslos laufenden Betrieb vor. Das pädagogische Personal ist bei Sira angestellt, das Unternehmen fungiert im laufenden Betrieb als Träger der Mini-Kita. Franka Emika und die Wilde & Partner Public Relations GmbH wurden durch die Zusammenarbeit mit Sira dadurch komplett von der Organisation entlastet.

Weniger Stress und mehr Flexibilität für die Eltern

Die arbeitsplatznahe Kinderbetreuung hat gleich mehrere Vorteile. Durch die kurzen Wege werden Stressbelastung, Krankenstand und Fluktuation deutlich reduziert und Eltern haben mehr Flexibilität. Dadurch erhöht sich auch die Produktivität der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Arbeitsplatz. Zudem erleichtern familienfreundliche Unternehmen ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern den Wiedereinstieg nach der Elternzeit.

Sira kümmerte sich um die kindgerechte Ausstattung der Mini-Kita-Räume.
Sira kümmerte sich um die kindgerechte Ausstattung der Mini-Kita-Räume. (Bild: Susanne Heiker Fotografie)

Eine eigene Betriebs-Kita stellt dabei das nachhaltigste Angebot dar, ist aber auch aufwendig in der Umsetzung. Eine neue, für viele Arbeitgeber geeignete Betreuungsform ist die betriebliche Großtagespflege. Die überschaubare Größe mit maximal 10 betreuten Kindern ermöglicht eine leichtere Auslastung der Mini-Kita und hält die Kosten im Aufbau und Betrieb niedrig. Auch die Anforderungen an die Fläche und die Auflagen sind einfacher zu erfüllen als bei einer klassischen Kindertagesstätte, Krippe oder einem Kindergarten.

Daher bietet sich das Modell der betrieblichen Mini-Kita auch für Arbeitgeber an, für die eine größere Betriebs-Kita sonst aufgrund von Mitarbeiterzahl, Raumsituation oder Kosten nicht infrage kommt. Die Mini-Kitas sind betriebliche Großtagespflegen, die in Kooperation mit einem oder mehreren Arbeitgebern aufgebaut werden können.

Durch die Unterstützung der Arbeitgeber können pädagogische Fachkräfte angestellt werden, was den Betreuungsschlüssel und die Betreuungsqualität nochmals erhöht. Weitere Vorteile des Betreuungsmodells sind kleine Gruppen mit maximal 10 Kindern, eine familiäre Atmosphäre, sehr faire Elternbeiträge und die enge Bindung der Pädagogen zum Kind.

Neben der Mini-Kita für das Robotik-Startup Franka Emika setzte Sira unter anderem auch schon Mini-Kitas für die AES Aerospace Embedded Solutions GmbH und die Audi Business Innovation GmbH, eine Tochtergesellschaft der Audi AG, um.

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* Christina Ramgraber ist Geschäftsführerin der Sira Projekte GmbH in 80337 München, Tel.: (0 89) 8 09 91 19 40, info@sira-kinderbetreuung.de, www.sira-kinderbetreuung.de

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