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Mit 3D-Technik Fräsprogramme als Dienstleistung erstellen

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Mit dem Programmieren ist die Arbeit bei Antonius Köster noch nicht abgeschlossen. Erst wenn auf der Maschine tadellose Teile gefräst werden, ist der Kunde zufrieden.

Postprozessor speziell an die CNC-Maschine des Kunden angepasst

Da es Köster als Dienstleister mit diversen Kunden und einer Vielzahl an Fräsmaschinen zu tun hat, kommt dem Thema Postprozessor besondere Bedeutung zu. Um einen sicheren Einsatz der Fräsprogramme auf den unterschiedlichsten Kombinationen von Maschine und Steuerungs zu gewährleisten, verwenden die Sauerländer CAM-Dienstleister für die Maschine des Kunden jeweils einen speziell angepassten Postprozessor. So kann vermieden werden, dass der Kunde selbst jedes Programm editieren und an seine Maschine anpassen muss.

Doch der Kauf eines passenden Postprozessors ist teuer und kostet Zeit. Bei Work-NC ist im Lieferumfang ein einfach zu editierender und zu modifizierender Standardprozessor integriert.

Kösters Team hat etwa 100 Postprozessoren für unterschiedliche Kombinatione von Maschine und Steuerung für einzelne Kunden angepasst. Im Drei-Achs-Bereich ist das recht einfach und aus bestehenden Programmen ableitbar. Aufwendiger wird es beim Fünf-Achs-Fräsen, wo man die ganze Maschinenkinematik benötigt, um Kollisionen auszuschließen. Doch bisher ist auch dies den CAM-Spezialisten aus Meschede stets gelungen.

Einsatz von 3D-Technik kann die Entwicklungszeit verkürzen

Auch wenn Antonius Kösters Betrieb noch nie eine eigene Werkstatt benötigte, sind alle Mitarbeiter in der Konstruktion ausgebildete Werkzeugmacher oder Modellbauer und setzen diese Erfahrungen an ihrem Computerarbeitsplatz um. So ist es gelungen, die 3D-Technik in Branchen einzuführen, die zuvor noch kaum Berührungspunkte mit digitalen Prozessen hatten. In manchen Betrieben haben die Beratungsleistungen zu Prozessoptimierungen geführt, die beim Kunden bestimmte Entwicklungszeiten von zwei Jahren auf bis zu drei Monate verkürzen konnten.

Über die Jahre hinweg erwies sich die Software Work-NC als sehr zuverlässig. Laut Köster traten von 1996 bis heute nur drei Fehler auf, die auf einen Rechenfehler des CAM-Systems zurückzuführen waren. Inzwischen ist das externe Erstellen von Fräsprogrammen kein großer Markt mehr, denn die meisten Formen- und Modellbauer erstellen mittlerweile ihre Standardfräsprogramme selbst.

* Wolfgang Klingauf ist freier Journalist, Werner Möller ist Vertriebsleiter der Sescoi GmbH in 63263 Neu-Isenburg

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