3D-CAD-Software Mit Creo will PTC einen Wandel auf dem CAD-Markt einleiten

Redakteur: Stefanie Michel

Unter dem Namen Creo 1.0 stellt PTC sogenannte Apps seiner vorhandenen Software rund um die Produktentwicklung zur Verfügung. So kann jeder Anwender genau die Software einsetzen, die er für seine Arbeit benötigt, statt das komplettes Programmpaket zu beziehen.

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In Creo Illustrate erstellte technische 3D-Illustrationen. (Bild: PTC)
In Creo Illustrate erstellte technische 3D-Illustrationen. (Bild: PTC)

Bereits seit einigen Jahren ist der CAD-Markt ist gesättigt. Laut PTC liegt der Grund darin, dass von den CAD-Anbieter kaum Neues auf den Markt gebracht wurde und bestehende Probleme ungelöst blieben. Die Nutzer hätten sich bereits mit vorhandenen Problemen abgefunden.

Deshalb hat sich PTC viel vorgenommen: Auf der Planet PTC 2011 in Las Vegas stellte das Unternehmen das völlig neu konzipierte Softwarepaket Creo 1.0 vor und will damit den Markt für CAD-Software revolutionieren. „Anhand der Reaktionen, die wir auf dem Markt beobachten konnten, glauben wir, dass Creo das Potential CAD-Innovation wieder zu beleben“, ist sich James Heppelmann, Präsident und CEO von PTC, sicher.

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CAD-Apps von Creo basieren alle auf der gleichen Architektur

Mit dem Launch von Creo 1.0 verspricht PTC viel, denn das neue Produkt soll die bisher lange ungelöst gebliebenen Probleme von MCAD-Software lösen: schwere Bedienbarkeit, mangelnde Interoperabilität, ungenügend leistungsstarkes Baugruppen-Management und das Festhalten an veralteten Technologien. Deshalb basiert Creo auf skalierbaren Apps, die untereinander zusammenarbeiten und auf der gleichen Architektur aufbauen. Damit sollen die Nutzer enger über den gesamten Produktlebenszyklus angebunden und beteiligt werden, so dass sich betrieblichen Abläufe optimieren, die Produktivität steigern und ihre Produkte in höherer Qualität auf den Markt bringen lassen.

Michael Campbell, DVP, Creo Produktentwicklung, ist zuversichtlich, die Erwartungen erfüllen zu können: „Wir haben die Software zwar erst heute vorgestellt, aber das Feedback von Kunden war bisher sehr positiv. Die Idee, dass wir über diese Probleme nachgedacht haben und sie auf diese Weise zu lösen versuchen, wurde begrüßt.“

Schluss mit überdimensionierter CAD-Software

Der Ansatz ist vielversprechend: statt eines riesigen Softwarepakets, von dem nur ein geringer Funktionsumfang genutzt wird, erhält im Unternehmen jedes Team in der Produktentwicklung lediglich die Apps, die für die eigene Arbeit nötig sind. Auf diese Weise kann sowohl die Produktivität als auch die Effizienz in der Produktentwicklung gesteigert werden.

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