Maschinenbauer suchen händeringend Fachkräfte. Besonders gefragt sind Entwicklungsingenieure. Die sollten die hohe Nachfrage nutzen, um sich gezielt weiterzubilden und ihr Gehalt aufzubessern.
Der Bedarf an Entwicklungsingenieure im Maschinenbau sowie in der Automotive-Industrie wird künftig steigen.
(Bild: gopixa - stock.adobe.com)
Die gesamte Wirtschaft leidet unter einer hohen Personalnot. Dabei spielt nicht nur die demographische Entwicklung eine entscheidende Rolle. Auch Lieferketten- und Marktprobleme infolge aktueller Krisen wirken sich dämpfend auf die aktuelle Nachfragesituation am Arbeitsmarkt aus. Das trifft besonders auf die Automobilindustrie sowie den Maschinenbau zu. Wobei es insbesondere in den Forschungs- & Entwicklungsbereichen zuletzt Zurückhaltung bei der Suche nach neuen Mitarbeitenden gab.
Insgesamt ging die Nachfrage nach Ingenieuren laut Hays Fachkräfte-Index im zweiten Quartal 2022 um 10 Prozent zum Vorquartal zurück. Dennoch wurden mit 101 Prozentpunkten rund 45.000 Stellen allein für Ingenieure ausgeschrieben, was immer noch doppelt so viele Stellenanzeigen wie zum Referenzzeitpunkt (1. Quartal 2015) bedeutet. Der Bedarf an Ingenieuren bleibt in diesem Jahr weiterhin auf dem höchsten Niveau der vergangenen sieben Jahre.
Am rosigsten dürfte sich die Zukunft für Entwicklungsingenieure im Maschinenbau sowie in der Automotive-Industrie entwickeln. Ob Hochschulabsolvent, Ingenieur mit ein bis zwei Jahren Berufserfahrung oder fachliche Führungskraft, dieses Berufsbild weist aktuell die besten Karrierechancen auf. Denn auch diesem Berufsbild geht langsam der Nachwuchs aus. Eine Entwicklung, die alle Betroffenen für sich nutzen sollten.
Wo sich die Weiterqualifikation lohnt
Der Maschinen- und Anlagenbau in Deutschland befindet sich mitten in einer digitalen Transformation. Neue Techniken verändern die Prozesse in den Unternehmen und definieren die Wertschöpfungsketten neu. Darauf müssen viele in den kommenden Jahren mit umfangreichen Maßnahmen reagieren, wobei interdisziplinäres Arbeiten, Agilität und Veränderungsbereitschaft eine besonders wichtige Rolle spielen. Daher wird es für den Entwicklungsingenieur immer wichtiger werden, sich in den Bereichen Change Management, fachübergreifendes, agiles Projektmanagement auch für die Zusammenarbeit mit internationalen Teams weiter zu qualifizieren. Anders ausgedrückt ein Re-oder Up-Skilling zu betreiben. Für diejenigen, die bereits mehrjährige berufliche Erfahrungen aufweisen können, wird es wichtig, in die eigenen Problemlösungskompetenzen aber auch Team- und Mitarbeiterentwicklung zu investieren. Denn diese Kompetenz-Schwerpunkte sind sowohl im Maschinenbau als auch Automotive-Umfeld äußert wichtig, um langfristig wettbewerbsfähig bleiben zu können. Wer international tätig ist, sollte sich zudem überlegen, eventuell sein Business-Englisch aufzufrischen.
Gute Zeiten für mehr Gehalt
Für gut ausgebildete Entwicklungsingenieure herrscht nach wie vor eine hohe Einstellungsbereitschaft. Je nach Branche und Unternehmensgröße gibt es auch Optionen für höhere Einstiegsgehälter oder Gehaltserhöhungen, je nach beruflicher Erfahrung und Kompetenzspektrum. Laut Hays Einkommensstudie blieb das Einstiegsgehalt für Entwicklungsingenieure zwischen 2021 und 2022 mit rund 50.000 Euro zwar auf demselben Niveau. Wer allerdings bereits bis zu zwei Jahren Berufspraxis aufweisen kann, liegt im Schnitt bei rund 65.000 Euro Jahresgehalt. Im Maschinenbau kamen die Berufseinsteiger über zwei Jahren Erfahrung bereits auf 66.000 Euro, und im Automotive-Umfeld auf 71.500 Euro. Aber auch die beschriebene Weiterqualifizierung in Richtung Mitarbeiterverantwortung oder neue Projektmanagement Skills werden sich gehaltlich niederschlagen, sofern die Lohnsteigerung nicht das gesamte Gehaltsgefüge des Arbeitgebers sprengt. Ein junger Entwicklungsingenieur, der zum Projektleiter wird, kann je nach Branche immerhin mit einem Jahresgehalt von rund 84.000 Euro rechnen.
Work-Life-Integration: Welche Karriere passt zu mir?
Allerdings sollten die Ingenieure bei Gehaltsgesprächen nicht nur auf den monetären Aspekt fokussiert sein. Vielmehr muss das „Gesamtpaket“ stimmen. Verfügt der Ingenieur über ein Skill-Set, das den Job die kommenden Jahre anreichert und weiterentwickelt? Welche zeitliche Flexibilität bietet der Arbeitgeber für den Job, zumal schon eine Weiterqualifikation zeitintensiv sein dürfte. Gibt es die Möglichkeit einige Tage remote zu arbeiten, oder bietet das Unternehmen ein hybrides Arbeitsmodell für Entwicklungs-Ingenieure? Wie ist es um die technischen Hilfsmittel im Homeoffice bestellt und gibt es Pendelpauschalen? Das sind wichtige Aspekte, die neben dem Gehalt in jeder Diskussion mit dem fachlichen Vorgesetzten eine Rolle spielen sollten, schließlich tragen sie erheblich zur Entlastung des Mitarbeitenden bei.
Stand: 08.12.2025
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* Die Autorin ist seit 2007 beim internationalen Personaldienstleister Hays beschäftigt. Sie ist Bereichsleiterin für Talent Marketing und kümmert sich in dieser Funktion u.a. um die Bereiche Ingenieurwesen und Konstruktion. Sie verantwortet ebenfalls die Karriereberatung.