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Mit Komplettbearbeitung präzise und nachhaltiger zerspanen

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Forscher setzen auf die hochdynamische Zerspanung

Entwicklungen neuer Werkzeug- und Bearbeitungskonzepte sowie Prozesskombinationen gelten häufig als Grundlage für eine spätere effizientere Produktion komplexer Bauteile in der Praxis. Neuartige Werkzeuge und Strategien zum Drehen, die derzeit etwa am Institut für Spanende Fertigung (ISF) der Technischen Universität Dortmund untersucht werden, zielen zum Beispiel auf hochdynamische Drehverfahren (High Dynamic Turning) ab, die sich auf Bearbeitungszentren zur Komplettbearbeitung durchführen lassen. Außer einer erhöhten Steifigkeit durch die vorteilhaftere Krafteinleitung ersetzt das Werkzeug mehrere Standard-Tools durch optimale Ausnutzung der Y-, Z- und C-Achse des Drehfräszentrums. Die Flexibilität des Verfahrens erlaube es, komplexe Merkmale ohne Werkzeugwechsel deutlich produktiver und effizienter herzustellen und gleichzeitig den Werkzeugverschleiß entlang der Schneidkanten gleichmäßiger zu verteilen. Das erhöht die Standzeit des Werkzeugs und das macht den Prozess dann auch in diesem Punkt ressourcensparend und nachhaltiger.

Kombination aus Laserbearbeitung und Bohrprozess

Nachhaltig produzieren geht aber nicht allein per spanender Fertigung, sagen die ISF-Wissenschaftler. Denn Laserverfahren bieten zunehmend universelle Möglichkeiten zur Materialbearbeitung. Und speziell die Kombination bietet weitere Vorteile. Schauen wir uns etwa die Fertigung von Pilotbohrungen mittels Laserbearbeitung in Kombination mit einem Tiefbohrprozess in einer Maschine an, was den Gesamtprozess deutlich flexibler werden lässt, wie es heißt. Durch Laserbohren könnten die Pilotbohrungen auf schrägen, gekrümmten oder randschichtgehärteten Bauteilen ohne Werkzeugabdrängung und ohne Werkzeugverschleiß entstehen. Mit dem in der dabei in der Pilotbohrung geführten Einlippenbohrer ist es dann möglich, hochqualitative, tiefe Bohrungen prozesssicher herzustellen. Weil diese neuen Möglichkeiten der Komplettbearbeitung von den Entwicklungen der Maschinen, Werkzeuge und Prozesse abhängen, bietet die EMO Hannover als Weltleitmesse für die Produktionstechnologie eine ideale Plattform, um sich einen umfassenden Überblick auch darüber zu verschaffen. Also nichts wie hin, ab dem 18. September!  (pk)

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