Atemschutz Mit moderner Technik ultrafeinen Partikeln auf der Spur

Autor / Redakteur: Suzanne Depiereux-Nepomuck / Robert Weber

Ultrafeine Partikel zählen zu den zehn bedeutsamen Arbeitsschutzgefahren im Industriealltag deutscher Arbeitnehmer. Mit Hightech können Unternehmen der Gefährdung effektiv begegnen. Technische Entwicklungen machen Gefahren messbar und ermöglichen so ein schnelles Handeln.

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Nicht nur die Wahl des Atemschutzes ist entscheidend, auch die korrekte Anwendung. (Bild: TSI)
Nicht nur die Wahl des Atemschutzes ist entscheidend, auch die korrekte Anwendung. (Bild: TSI)

Bei Industriearbeitsplätzen zählen Partikel, Fasern und Stäube zu den gängigen Risiken. Dabei sind die groben Stäube nicht lungengängig und werden von den Atemwegen wieder ausgeschieden.

Ultrafeine Partikel sind besonders gefährlich

Ein besonderes Risiko besteht jedoch bei den ultrafeinen Partikeln (UFP). Ein effektives Monitoring stellt eine der wichtigsten präventiven Maßnahmen dar. Mit modernen Messmethoden wie Laserphotometern ist eine sichere Überwachung der Partikelbelastung in der Luft möglich.

Der Hersteller TSI hat für Staub, Rauch, Dämpfe und Nebel die Dust-Trak-Baureihe entwickelt, die die Belastung misst. Die batteriebetriebenen Geräte ermöglichen mit großem Datenspeicher und vielseitigen Anschlussmöglichkeiten längere Messreihen in der Arbeitsumgebung. Überschreitungen von vorab festgelegten Schwellenwerten lösen Alarmfunktionen aus, welche somit eine hohe Sicherheit für die zu schützenden Mitarbeiter bieten.

Messgerät kann Nanopartikel in Echtzeit erfassen

Bereits in den Bereich der Nanopartikel stößt ein Elektrometer wie das Aero-Trak 9000 vor. Das Gerät ermöglicht die Echtzeitmessung von Nanopartikeln zur Ermittlung der Belastung – auch in der Forschung findet das Gerät von TSI häufig Anwendung. Noch ist sich die Wissenschaft aber uneins, was die genauen Risiken von Nanopartikeln angeht. Der Verdacht, gesundheitsschädlich zu sein, ist jedoch nahezu gesichert.

Das Aero-Trak 9000 ermittelt nach den Ablagerungskurven der ICRP (Internationale Strahlenschutzkommission) die Oberflächengröße der Nano-partikel, die sich im tracheobronchialen oder alveolaren Bereich der Lunge abscheiden. Mit diesem Wert ist ein Rückschluss auf die zu vermutende gesundheitsschädigende Wirkung möglich. Ein großer Datenspeicher lässt langfristige Messungen zu, die Ergebnisse können später zur Weiterverarbeitung an einen PC übermittelt werden. Die messbaren Größen des Aero-Trak 9000 liegen dabei zwischen 10 und 1000 nm (0,01 bis 1 µm).

Die Atemschutzmasken müssen richtig sitzen

Neben dem Monitoring ist vor allem die Prävention ein wichtiges Instrument des Arbeitsschutzes. Passender Atemschutz in Risikozonen ist wesentlich. Nicht nur die Wahl des Atemschutzes ist entscheidend – auch die korrekte Anwendung. Viele Maskennutzer sind hier unzureichend geschult, Leckagen sind die Folge. Auch die Berufsgenossenschaften fordern in den Richtlinien einen einwandfreien Dichtsitz.

Umstritten ist dabei der Handballentest, mit dem im Feldeinsatz eine kurze Unterdruckprüfung vorgenommen wird. Der TSI PortaCount Pro+ ermöglicht hingegen eine quantitative Messung der Maskendichte – während die Maske in einem realitätsnahen Test getragen wird. So ist auch umfassendes Training in Bewegung möglich. Die Vorgaben der Normen EN529-2005, BGR 190 sowie die EU-Vorschriften für Atemschutzmasken von FFP1 bis zu Vollmasken werden voll erfüllt.

* Suzanne Depiereux-Nepomuck ist European Marketing Communications Manager bei der TSI GmbH in 52068 Aachen

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