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Die U-Achse ermöglicht die Fertigung präziser Innenkonturen
Die gesamte Bearbeitung der Zylinderbohrung ist Aufgabe des Komet-Werkzeugs mit dem Komtronic-U-Achssystem. Das Besondere bei dem System: Während die Steifigkeit des Werkzeugs und dem gesamten Maschinensystems bereits in der Vorbearbeitung die Schwerzerspanung ermöglicht hat, wird das sprichwörtliche Riesenwerkzeug salopp gesagt feinfühlig und kann so auch zur Fertigbearbeitung genutzt werden.
In ihrer Funktion als Ausdrehwerkzeug wird mit der Komtronic-U-Achse ein elektronisch geregeltes Schieberwerkzeug eingewechselt. Dieses Schieberwerkzeug fährt die programmierten Konturen hochgenau ab. Egal ob es der Übergang zum unteren Einpass, in dem zwei Radien ineinander übergehen ist oder ob der Planlauf von der Buchsenbundauflage zur Zylinderachse, der mit ± 0,02 mm toleriert ist, bearbeitet werden soll. MTU setzt in der Kurbelgehäusebearbeitung außerdem zwei U-Achssysteme ein, die eine unterschiedliche Größe haben, um den jeweiligen fertigungstechnischen Anforderungen der verschiedenen Motortypen gerecht zu werden.
Denken die Fertigungsexperten bei MTU heute zurück, dann kommt die Erinnerung, dass die Investition in die damals recht neuartige und praktisch unerforschte Kombination aus Waldrich-Coburg-Anlage und dem Komet-Werkzeugsystem durchaus ein unternehmerisches Wagnis darstellte.
Die Investition in die Exotin amortisiert sich relativ schnell
Schließlich war MTU das erste Unternehmen, das ein System in dieser Größe erfolgreich installiert hat. Außerdem hat es sich schon nach wenigen Jahren amortisiert und MTU konnte seine Fertigungszeiten halbieren. Auch der Bohrstangenwechsel geschieht durch die ABS-Schnittstelle heute statt in einer halben Stunde in 2 min. Das Wichtigste aber ist: Die Durchlaufzeit hat sich extrem verkürzt; denn wenn heute ein 8000er Kurbelgehäuse komplett auf dem Portal bearbeitet wird, dann ist das in knapp vier Wochen erledigt. Früher musste man mit einer Durchlaufzeit von vier Monaten rechnen.
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