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Friedhelm Loh Mit Serie zum Erfolg

| Autor / Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Reinhold Schäfer / Simone Käfer

Er startet sein Arbeitsleben als Geschäftsführer früh. Heute ist er 70 Jahre alt, gläubig und setzt mit der größten Einzelinvestition seines Unternehmens eine Zeichen für die moderne Produktion.

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Dr.-Ing. e.h. Friedhelm Loh versteht es zu überzeugen, sobald er den Raum betritt, steht er im Mittelpunkt des Interesses.
Dr.-Ing. e.h. Friedhelm Loh versteht es zu überzeugen, sobald er den Raum betritt, steht er im Mittelpunkt des Interesses.
(Bild: Reinhold Schäfer)

Noch ist etwas Zeit für einen kurzen Plausch mit den Kollegen bis zum Beginn der Pressekonferenz, zu der Rittal anlässlich der Grundsteinlegung seines neuen Werkes in Haiger eingeladen hat. Rittal ist das größte Einzelunternehmen der Friedhelm Loh Group. Kaum betritt der wichtigste Referent, Dr.-Ing. e. h. Friedhelm Loh, Inhaber und Vorstandsvorsitzender der gleichnamigen Unternehmensgruppe, den Raum, richten sich alle Augen auf ihn, denn er begrüßt in souveräner Haltung jeden Einzelnen mit kräftigem Handschlag. Das sind Journalisten von anderen Veranstaltungen so nicht gewöhnt – man kennt sich, aber die Distanz bleibt. Man sieht schon daran: Loh ist anders. Und man spürt sofort, warum er so erfolgreich mit seinen Unternehmungen ist: Alleine schon sein Auftritt überzeugt.

Einige Kollegen gratulieren Loh und wünschen ihm alles Gute, denn er hatte vor drei Tagen, am 16. August 2016, seinen 70sten Geburtstag. Das mag man fast nicht glauben: Ende 50 ja, das könnte sein, aber 70? Der Junggebliebene agiert auch nicht wie ein Ruheständler. Und hört man sich an, was er noch alles vorhat und plant, dann wird das alles andere als ein ruhiger Lebensabend. Doch dazu später mehr, denn Loh gibt anlässlich der Pressekonferenz zunächst einen kurzen Rückblick über die Entstehung des Unternehmens: Sein Vater griff die Idee eines Vertreters auf, Stahlblechgehäuse in Serie zu fertigen. Dazu gründeten seine Eltern, Rudolf und Irene Loh, 1961 die Rudolf Loh KG, die später als Rittal firmiert – benannt nach der geografischen Lage des Gründungsortes Rittershausen im Dietzhölztal.

Drei Kinder gingen aus der Ehe hervor. Und diese packten laut Loh schon früh mit an: „Als die erste kleine Fabrikhalle gebaut wurde, haben wir Kinder den Putz von den alten Ziegeln geklopft.“ Aus der anfangs noch belächelten Idee, Serienschaltschränke zu fertigen, wurde schnell eine revolutionäre: Gehäuse für elektrische Steuerungen im Maschinen- und Anlagenbau serienmäßig zu produzieren und ab Lager auszuliefern. In nur wenigen Jahren veränderte sich der Steuerungs- und Schaltanlagenbau. Als VW den Rittal-Schaltschrank zum Standard erhob, war der Erfolg in der Automobilindustrie vorprogrammiert.

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Über den Autor

Dipl.-Ing. (FH) Reinhold Schäfer

Dipl.-Ing. (FH) Reinhold Schäfer

Redakteur, MM MaschinenMarkt