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Lanxess Mit Tepex-Pkw-Triebwerksschutz auf schlechten Straßen sorglos unterwegs

Redakteur: Peter Königsreuther

Es gibt als sogenannte Schlechtwegeländer eingestufte Regionen der Welt, deren Autofahrer auf westlichen Fahrkomfort dennoch nicht verzichten möchten – trotz der Gefahr, dass Steine und anderes die Unterseite des Boliden perforieren. Dieses Problem wird durch einen kaum klein zu kriegenden Pkw-Schutz jetzt lösbar, wie Lanxess betont.

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In sogenannten Schlechtwegeländern können Fahrzeughalter jetzt entspannter auf das Gaspedal treten. Denn Lanxess hat aus Tepex einen Unterbodenschutz entwickelt, der gegen Steinschlag & Co. resistent und auch noch besonders leicht ist, wie das Unternehmen berichtet.
In sogenannten Schlechtwegeländern können Fahrzeughalter jetzt entspannter auf das Gaspedal treten. Denn Lanxess hat aus Tepex einen Unterbodenschutz entwickelt, der gegen Steinschlag & Co. resistent und auch noch besonders leicht ist, wie das Unternehmen berichtet.
(Bild: Lanxess)

In Regionen mit schlechten Straßenverhältnissen ist der Unterboden von Fahrzeugen durch Steinschlag und im Extremfall durch Aufsetzen härtesten Belastungen ausgesetzt, wie es dazu heißt. Ein großer deutscher Automobilhersteller statte deshalb erste Fahrzeuge verschiedener Modellreihen, die auch Schlechtwegeländer geliefert werden, mit einem Triebwerksschutz aus, der aus einem besonders robusten thermoplastischen Compositeaufbau bestehe. Dieser setzt sich aus dem endlosfaserverstärkten Verbundwerkstoff Tepex dynalite von Lanxess und einer DLFT-Masse (Direct Long Fibre Thermoplastic) zusammen, heißt es.

Composite-Unterbodenschutz spart 60 % Gewicht

„Der Verbundaufbau ist wegen der hohen Zähigkeit und Zugfestigkeit von Tepex deutlich widerstandsfähiger gegen typische Schädigung beim Auffahren auf Gegenstände als die bisherigen Materiallösungen“, erklärt Harri Dittmar, Anwendungsentwickler für Tepex. Gleichzeitig ist der Schutz besonders leicht. Der Tepex-DLFT-Verbundbauweise gilt verglichen mit ähnlichen, aber herkömmlichen Bauteil aus Stahl als über 60 % leichter. Bei der Substitution von Aluminium könnten die Automobilbauer im Idealfall mit einer Gewichtsreduktion von rund 20 % rechnen.

Als Hersteller des Triebwerksschutzes nennt Lanxess die GSI Deutschland GmbH, Hörgertshausen. Die Bauteile wurden von der Polytec Group mit Sitz in Hörsching, Österreich, gemeinsam mit Lanxess entwickelt, heißt es weiter. Bisher bestanden die Verkleidungen aus einem polypropylenbasierten Verbundaufbau aus einem glasmattenverstärkten Thermoplastsystem (GMT) und einem zusätzlich mit Gewebe verstärkten GMT. Vor dieser Zeit wurden sie aus dem relativ schweren Stahlblech gefertigt.

Polymerer Materialmix ist günstig zu verarbeiten

Die Herstellung der neuen Verkleidungsteile erfolge auf Werkzeugen, wie sie zum Beispiel auch für GMT und verwandte Materialien verwendet würden. Zum Einsatz kommt ein Einleger aus Tepex dynalite 104-RG601 mit einer Wanddicke von 1 mm, sagt Lanxess. Er besteht aus einem Glasfasergewebe mit 47 Volumenprozenten Endlosglasfaser-Rovings und einer Matrix aus Polypropylen. Zur Verarbeitung wird dieser erwärmt und parallel dazu die notwendige Menge DLFT-Masse, die 5 bis 50 mm lange Glasfasern enthält, extrudiert, erklären die Experten. Beide Komponenten werde in ein Presswerkzeug überführt und damit umgeformt, heißt es weiter. Das Resultat seien Bauteile, die motorseitig – also auf der Seite der Zugbelastung – eine Oberfläche aus Tepex aufweisen. „Unsere Materiallösung ist wirtschaftlicher als die bisherige Verbundausführung, weil sich DLFT als Direktextrudat besonders günstig herstellen lässt. Außerdem hat es den überwiegenden Mengenanteil am Bauteil“, so Henrik Plaggenborg, Leiter Technisches Marketing & Business Development Tepex Automotive.

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