Schutzausrüstung

Mitarbeiter in Gießereien unfallverhütend einkleiden

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Flüssiges Eisen ist zwar im Vergleich zu Aluminium fast doppelt so heiß, bleibt aber viel zähflüssiger. Eisenspritzer perlen deshalb am Gewebe ab. Das dünnflüssige Aluminium hingegen produziert feinste Spritzer, die auf dem Gewebe liegen bleiben und durchbrennen können.

Norm EN ISO 11612 definiert Leistungsstufen für Schutzausrüstung

Die Norm EN ISO 11612 definiert dies in den unterschiedlichen Leistungsstufen: Ist eine Kleidung nach Code D der Norm zertifiziert, erfüllt sie die Voraussetzungen, um gegen flüssige Aluminiumspritzer zu schützen, bei Code E schützt sie gegen flüssige Eisenspritzer.

Generell und unabhängig vom verarbeiteten Metall muss Gießereischutzkleidung im Detail glatt gearbeitet sein. Sie darf keine Applikationen haben und sollte so wenig wie möglich außen liegende Taschen haben. Alle Quer-Teilungsnähte sollten nach unten ausgerichtet gesteppt und die Kleidung hoch-geschlossen sein. Abhängig vom Arbeitsprozess können Stulpen und Verstärkungen an exponierten Stellen einen zusätzlichen Schutz bieten.

Wichtig ist außerdem, auf die richtige Länge von Hosenbeinen und Ärmeln zu achten. Sind sie zu kurz, bleiben Hautpartien ungeschützt. Sind sie zu lang, können Falten entstehen, in denen sich flüssiges Metall absetzen kann.

Persönliche Schutzausrüstung muss ergonomisch sein

Obwohl die Schutzfunktionen einer Kleidung an diesen Einsatzorten eindeutig Auswahlkriterium Nummer eins ist, ist es ratsam, bei der Anschaffung von persönlicher Schutzausrüstung auf Ergonomie zu achten. Resultiert nämlich aus einem nicht oder kaum vorhandenen Tragekomfort eine mangelnde Trageakzeptanz der Schutzkleidung, kann dies durchaus ein ernst zu nehmendes Problem werden.

Warm ist dem Träger in Gießereien ohnehin. Die Kleidung sollte nicht übermäßig dazu beitragen, ihn zusätzlich ins Schwitzen zu bringen. Sonst passiert es leicht, dass durch Öffnen der Jacke oder Hochkrempeln der Ärmel der Schutz, den die Kleidung bietet, eingeschränkt wird.

Zum Tragekomfort gehört auch ein akzeptables Gewicht der Kleidung. Inzwischen gibt es angenehm tragbare Gewebe mit einem Gewicht von 350 g/m2, die einer Schutzklassifizierung D3 (Schutzkleidung für hitzeexponierte Arbeiten, Schutz gegen flüssige Aluminiumspritzer) entsprechen.

Neue Fasern machen Schutzausrüstung leichter

Neue Faserzusammensetzungen ermöglichen diese innovativen Gewebe mit verbesserten, neuen und mehreren Schutzfunktionen. Gewebe können so speziell für ein bestimmtes Einsatzgebiet und dessen spezifische Risiken entwickelt werden.

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