Personalführung

Mitarbeiter mit Migrationshintergrund werden häufiger krank

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Die Vielfalt verschiedener Kulturen, Werte, Überzeugungen innerhalb der Belegschaft und die Veränderung der Altersstrukturen stellen viele Unternehmen vor neue Herausforderungen. „Wir wollen zeigen, wie Betriebe es schaffen können, vor dem Hintergrund der Globalisierung und des demografischen Wandels ihre Mitarbeiter zu fördern, neue Fachkräfte zu gewinnen und damit letztendlich wettbewerbsfähig und innovativ zu bleiben“, erläutert Mitherausgeber Schröder.

Belastende Faktoren für ausländische Mitarbeiter zusammen mit AOK identifiziert

Als Beispiel nennt der Fehlzeiten-Report einen bayerischen Betrieb, dessen türkische Beschäftigte häufiger krank waren als die deutschen Kollegen. In Zusammenarbeit mit der AOK Bayern hat das Unternehmen neben körperlich anstrengender Akkord- und Schichtarbeit weitere belastende Faktoren identifiziert: ungleiche Behandlung durch Vorgesetzte, Sprachprobleme und damit verbundene Informationsdefizite sowie starre Arbeitszeiten während des islamischen Fastenmonats Ramadan.

Gemeinsam mit den Mitarbeitern hat der Betrieb Lösungen gefunden. Jetzt gibt es zum Beispiel Wunschschichten während der unterschiedlichen Feiertage. Vier Wochen Betriebsurlaub ermöglichen den türkischen Mitarbeitern einen längeren Aufenthalt in der Heimat.

Besseres Betriebsklima bei weniger Fehlzeiten durch Krankheit

Führungskräfte lernen Türkisch und in der Kantine stehen internationale Gerichte auf der Speisekarte. Der Krankenstand ist auch dadurch gesunken und das Betriebsklima hat sich deutlich verbessert.

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