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Mobile Manipulatoren

Mobile Manipulatoren bewähren sich in der Luftfahrtindustrie

| Redakteur: Mag. Victoria Sonnenberg

In der Luftfahrtindustrie nimmt die Fabrik der Zukunft bereits deutliche Formen an. Das EU-Projekt Valeri zeigt, dass mobile Manipulatoren, also fahrbare Industrieroboter, sehr gut Seite an Seite mit dem Menschen zusammenarbeiten können.

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José Navarro, IDPSA, und José Saenz vom Fraunhofer IFF prüfen, wie VALERI das Dichtmittel auf ein Flugzeugbauteil aufgebracht hat.
José Navarro, IDPSA, und José Saenz vom Fraunhofer IFF prüfen, wie VALERI das Dichtmittel auf ein Flugzeugbauteil aufgebracht hat.
(Bild: Kuka)

Koordiniert vom Fraunhofer-Institut für Fabrikbetrieb und -automatisierung IFF in Magdeburg wollten die Experten insbesondere die Aufgaben in der Produktion automatisieren, die die Gesundheit des Menschen gefährden oder die sehr monoton und körperlich anstrengend sind. Auch Aufgaben im Flugzeugbau, die durch viele Fertigungsschritte hindurch immer wiederkehren, sollen zukünftig von einem einzelnen mobilen Roboter ausgeführt werden. Ersetzen sollen die Roboter die Fachkräfte nicht, sondern sie entlasten, ihnen assistieren und sie bei ihren Aufgaben unterstützen.

Roboter tragen Dichtmasse auf den Flugzeugrumpf auf

In dem Valeri-Projekt (Validation of Advanced, Collaborative Robotics for Industrial Applications) haben die Forscher die technischen Voraussetzungen dafür geschaffen, dass Mensch und Roboter nebeneinander arbeiten können. Am Beispiel des Auftragens der Dichtmasse am Flugzeugrumpf und beim Prüfen von Bauteilen haben sie am Airbus-DS-Standorte in Sevilla damit bewiesen, dass zukünftig Zäune und andere Schutzeinrichtungen aus den Produktionsstätten verschwinden können.

Menschen und Roboter arbeiten dann direkt nebeneinander, vielleicht sogar an demselben Bauteil und sind dennoch voneinander unabhängig. Mit dem Einbau eines zweiten Prüfsensors in dem Valeri-Robotersystem haben die Projektpartner darüber hinaus gezeigt, dass sich das System auch in anderen Fertigungsprozessen des produzierenden Gewerbes im Allgemeinen einsetzen lässt. Mit Valeri setzten die Experten einen Meilenstein, um ihre Ideen für die Mensch-Roboter-Kollaboration und in der Luftfahrtindustrie zu verwirklichen und die nächsten Schritte in Richtung Industrie 4.0 zu gehen.

Am Valeri-Projekt sind die industriellen Anwendern Airbus DS und FACC, dem Hersteller von Industrierobotern Kuka Robotics GmbH, dem Systemintegrator IDPSA und den Forschungspartnern Profactor GmbH und Prodintec beteiligt. Das Projekt wird durch die Europäische Kommission im RP7 “Fabriken der Zukunft” mit rund 3,6 Mio. Euro gefördert.

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