Phoenix Contact

Mobilfunkrouter ermöglicht Fernzugriff in über 30 Ländern

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Eine bessere elektromagnetische Verträglichkeit, die 24-V-Versorgungsspannung, ein erweiterter Temperaturbereich sowie eine für den Schaltschrank optimierte Bauform sind nur einige Anforderungen, die eine Mobilfunkkomponente für den Maschinen- und Anlagenbau erfüllen sollte.

Spezielle SIM-Karte ergänzt den Mobilfunkrouter

Ein wesentlicher Aspekt ist die Unterstützung durch den lokalen Mobilfunkanbieter. Gibt es Probleme mit dem Mobilfunknetz am Einsatzort, muss sich der Maschinen- und Anlagenbauer derzeit noch an das dortige Telekommunikationsunternehmen wenden. Dies gestaltet sich bei unterschiedlichen Landessprachen oftmals schwierig. Wegen der geringen Stückzahl an SIM-Karten im Zielland und des fehlenden Industrie-Know-hows seitens des Telekommunikationsunternehmens kann dem Maschinen- und Anlagenbauer bei Problemen häufig nicht geholfen werden.

Das wird sich ändern, denn Phoenix Contact und der Bielefelder Mobilfunkspezialist Marcant haben mit der Global SIM eine Lösung entwickelt, welche die Mobilfunkrouter des Automatisierungsanbieters optimal ergänzt. Dabei unterscheidet sich die Global SIM in mehreren Punkten von einer normalen Mobilfunk-SIM-Karte. So bietet sie einen erweiterten Temperaturbereich von –35 bis 85 °C. Denn was nützt ein industrieller Mobilfunkrouter, der unter extremen klimatischen Bedingungen verwendet werden kann, wenn die später eingelegte Mobilfunk-SIM-Karte diesen Anforderungen nicht entspricht?

Datenübertragung über private, über das öffentliche Internet nicht zugängliche Adressen

Bei der Global SIM wird die IP-Kommunikation zudem über private Adressen des Mobilfunkanbieters realisiert, die via öffentliches Internet nicht erreichbar sind. Das erhöht die Zugriffssicherheit erheblich. Alle Daten werden direkt an Marcant übertragen und von dort über eine verschlüsselte Internetverbindung an den Maschinen- und Anlagenbauer weitergeleitet. Dieser hat lediglich einen einzigen Ansprechpartner, der bei Marcant in Deutschland angesiedelt ist.

Die Global SIM arbeitet darüber hinaus unabhängig vom Netzanbieter. Das bedeutet, dass sie ebenso in Italien mit Mobilfunkanbieter X wie in den USA mit Mobilfunkanbieter Y funktioniert. Auf diese Weise lässt sich eine bestmögliche Mobilfunkkommunikation realisieren. Insgesamt werden über 30 Länder unterstützt. Dazu zählen unter anderem die 27 EU-Länder plus die Schweiz, Island, Norwegen sowie die USA und Kanada. Bis auf China und Russland werden somit die häufigsten Exportländer des deutschen Maschinen- und Anlagenbaus abgedeckt. Die Global SIM ermöglicht ferner eine individuelle Ausweitung auf diese beiden Länder, wobei die Kosten separat berechnet werden müssen (Bild 1).

Niedrige monatliche Grundgebühren bei integrierter Kostenüberwachung

Ein weiterer Vorteil ergibt sich aus den niedrigen monatlichen Kosten der Global SIM. Im Gegensatz zu einer Mobilfunk-Flatrate, bei der pro SIM-Karte monatlich Grundkosten im zweistelligen Eurobereich anfallen, ist die Global SIM auf die Bedürfnisse der Maschinen- und Anlagenbauer abgestimmt, die lediglich in Ausnahmefällen auf die Steuerung zugreifen wollen.

Mit den Mobilfunkroutern von Phoenix Contact und der international einsetzbaren Global SIM haben sich damit zwei Produkte gefunden, um die Fernwartung von Maschinen und Anlagen über Mobilfunk zu vereinfachen (Bild 2). Weitere Einzelheiten zur Mobilfunkkarte sind auf der Marcant-Webseite unter www.global-m2m.com/SIM erhältlich. Ein neues Buch von Phoenix Contact stellt Grundlagenwissen zum Thema Mobilfunk kostenfrei zur Verfügung. Die Fibel kann auch in elektronischer Form unter www.phoenixcontact.de/m2m heruntergeladen werden.

* Gerrit Boysen M. Eng. ist Mitarbeiter im Produktmarketing Communication Interfaces bei der Phoenix Contact Electronics GmbH in 31812 Bad Pyrmont

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