Siemens Modulares Sicherheitssystem als flexible softwarebasierte Lösung

Autor / Redakteur: Ralf Voigt / Dipl.-Ing. (FH) Reinhold Schäfer

In einem Gerätewerk in Amberg ermöglicht der hohe Grad an Automatisierung effiziente Herstellungsprozesse. Ausschlaggebend ist die flexible softwarebasierte Sicherheitstechnik. Am Beispiel der Schützproduktionslinie zeigen sich dadurch Einsparpotenziale bei Platz, Engineering-Aufwand und Betriebskosten.

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Bild 1: Diese Produktionslinie für Schütze arbeitet größtenteils automatisch und ist aus einzelnen Funktionsmodulen aufgebaut. Jedes dieser Module hat eine eigene Steuerung und ein zugeordnetes modulares Sicherheitssystem.
Bild 1: Diese Produktionslinie für Schütze arbeitet größtenteils automatisch und ist aus einzelnen Funktionsmodulen aufgebaut. Jedes dieser Module hat eine eigene Steuerung und ein zugeordnetes modulares Sicherheitssystem.
(Bild: Siemens)

Im Gerätewerk von Siemens in Amberg werden elektrotechnische Komponenten wie industrielle Schalt-, Befehls- und Meldegeräte, Panels und Feldbussysteme hergestellt. Die Produktionsanlagen müssen dort über viele Jahre hochverfügbar im Mehrschichtbetrieb laufen.

Produktionsanlage besteht aus standardisierten Funktionsmodulen

Wie effizient in der Oberpfälzer Metropole produziert wird, belegen Preise, wie zum Beispiel die Auszeichnung zur „Fabrik des Jahres 2007“ oder der im Jahr 2011 verliehene Award „Fabrik des Jahres“. Die Beherrschung der hohen Komplexität der gesamten Produktion wurde dabei besonders gewürdigt. Ein Beispiel dafür ist die automatisch arbeitende Produktionsanlage für die Schütze Sirius 3RT2 von Siemens (Bild 1).

Viele Tausend Schütze werden dort pro Schicht gefertigt und verpackt. Die in Ypsilon-Anordnung stehende Produktionsanlage arbeitet mit kurzen Taktzeiten. Deshalb sind die Themen Standardisierung und Instandhaltung zentrale Aspekte einer leistungsfähigen und nachhaltigen Automatisierung.

Jedes Modul hat eine eigene Steuerung mit Kommunikationsprozessor

Infolgedessen wurde die Schützproduktion aus einer Vielzahl standardisierter Funktionsmodule plus Transporteinheiten aufgebaut. Jedes Modul hat eine eigene Steuerung Simatic S7-300 von Siemens mit einem angereihten Kommunikationsprozessor (CP) für den Datenaustausch auf Basis von Industrial Ethernet.

Als Switches kommen Geräte der Produktfamilie Scalance X200 zum Einsatz, die ein umfassendes Netzwerkmanagement ermöglichen. Der Vorteil dabei ist, dass auf diese Weise eine umfassende Diagnose bis auf die Feldebene von zentraler Stelle aus erfolgen kann. Die Möglichkeit der Diagnose ist dabei sehr wichtig, weil sie die zunehmend vernetzte Feldebene transparent macht und die Instandhaltung beschleunigt. Beispielsweise lassen sich dann Kabelbrüche in der Anlage nicht nur feststellen, sondern auch lokalisieren.

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