Suchen

Abrasiv-Wasserstrahlschneiden Modulares System spart teuren Abrasivsand-Nachkauf

| Redakteur: Peter Königsreuther

Das Wasserstrahlschneiden klappt bei praktisch allen Werkstoffen. Egal ob weich oder hart. Oft braucht man dazu aber Abrasivsand aus Granat. Der ist teuer. Man spart aber viel Geld, mit einer Wiederaufbereitungsanlage.

Firmen zum Thema

Wasserstrahl-Schneidanlagen benötigen Wasser und Abrasivsand. Das Abrasiv ist aber teuer und knapp. Mit dem Oneclean-System von STM Stein Moser gelingt jedoch dessen Wiederaufbereitung für den nächsten schnittigen Einsatz, heißt es. Rund 50 % gebrauchtes Abrasiv könnten damit wieder nutzbar gemacht werden.
Wasserstrahl-Schneidanlagen benötigen Wasser und Abrasivsand. Das Abrasiv ist aber teuer und knapp. Mit dem Oneclean-System von STM Stein Moser gelingt jedoch dessen Wiederaufbereitung für den nächsten schnittigen Einsatz, heißt es. Rund 50 % gebrauchtes Abrasiv könnten damit wieder nutzbar gemacht werden.
(Bild: STM / M. Fritzenwallner)

Wasserstrahl-Schneidanlagen benötigen für den laufenden Betrieb nicht nur Wasser sonder auch sogenannten Abrasivsand, informiert STM Stein Moser. Letzterer entpuppt sich aber als der größte variable Kostenfaktor beim Wasserstrahlschneiden. Nicht zuletzt sei Granatsand auch noch eine knappe Ressource. Das man gegen zu viel Verbrauch des Rohstoffs und gegen die relativ hohen Kosten beim Nachkauf etwas tun kann, hat der Wasserstrahl-Schneidanlagen-Hersteller STM nach eigenen Angaben erkannt und eine Lösung entwickelt: mit dem Oneclean steht nämlich ein modular aufgebautes Wiederaufbereitungssystem zur Verfügung, das die natürliche Ressource Granatsand schont, und damit auch den Geldbeutel, heißt es weiter.

Wiederaufbereitung von Granatsand lohnt sich

Das Abrasivrecyclingmodul des Oneclean-Systems ermöglicht es laut STM Stein Moser, dass über 50 % des Granatsandes damit so recycelt werden kann, dass er problemlos wieder eine „schneidige“ Aufgabe übernehmen kann. Das spart folglich nicht nur Beschaffungskosten für den Sand, sondern auch die normalerweise entstehenden Entsorgungs- und Transportkosten, merkt STM an. Das alles, wenn man mit einem rund 50 t zählenden Abrasiverbrauch pro Jahr rechne, sorge für eine Amortisierung der Anschaffungskosten für Oneclean innerhalb von circa 3 bis 5 Jahren.

Bildergalerie

Ein spezifischer Hydrofilter sondert über ein patentiertes Verfahren Grob- und Feinteile aus dem gebrauchten Abrasiv in den Auffangbehälter des Basismoduls ab, wobei zu grobe und zu feine Bestandteile ausgeschieden werden. Der Hydrofilter spielt folglich eine Hauptrolle im Modulsystem. Eine sehr verschleißfeste, elektrischen Pumpe fördert dabei das Wasser-Abrasiv-Gemisch aus dem Schneidbecken und trennt das gebrauchte Abrasiv vom Prozesswasser, erklärt STM. Danach könne das Wasser über den Oneclean Druckbeutelfilter in den Kanal geleitet werden. Der Hydrofilter schalte sich beim Schneiden mit Abrasiv automatisch ein und nach dem Schneidvorgang am Ende einer kurzen Nachlaufzeit wieder aus. Er sondert das Abrasiv aus dem Prozesswasser in einen Bigbag ab. Der Auffangbehälter mit dem Bigbag kann per Hubwagen aus seinem Halter sauber heraus gezogen werden, so STM

Das Gebrauchtabrasiv werde dann energieeffizient getrocknet und automatisch mit neuem Abrasiv vermischt, damit die Qualität des sandigen Hilfsmittels stets konstant ist.

Mit diesem System sind je nach Qualität und Schneidgeschwindigkeit bis zu 55 % des gebrauchten Abrasivs wiederverwendbar. Der benötigte Energieaufwand für die Wiederaufbereitung des Abrasivs sei mit 3 bis 6 kW minimal. „Die Schnittqualität bleibt im Vergleich zu neuem Abrasiv gleich“, so Jürgen Moser. „Das schont die Umwelt und auch das Budget“.

Kompakt und mit anderen Systemen kompatibel

Das Abrasivrecycling ist dabei nur eins von fünf Modulen des Oneclean-Systems. Die Anlage könne günstig in Betrieb gesetzt werden, um sie je nach Bedarf jederzeit zu erweitern. Alle Module sind hochwertige Markenkomponenten, die von STM mitentwickelt wurden, betont der Hersteller. Eine durchgehend solide Konstruktion, sowie ein Zentralrahmen aus Edelstahl garantierten in Verbindung mit einer Verkleidung aus Aluminium ein Maximum an Robustheit.

Das STM-Oneclean-System bleibe im Gegensatz anderen auch bei der Nutzung aller Module so kompakt, dass es direkt in den Unternehmen zum Einsatz kommen kann, auch wenn diese eine Anlage einer Fremdfirma nutzten. Alle Module sind platzsparend verbaut und nicht zuletzt beträgt der Energiebedarf nur ein Fünftel dessen, der bei vergleichbaren Systemen anfällt, betont STM. Die Österreicher zeigten damit deutlich, dass Kosteneffizienz keinesfalls im Widerspruch zu einer nachhaltigen und umweltschonenden Arbeitsweise stehe. „Es freut uns, dass das System nicht nur die Anwender begeistert, sondern auch die Fachjury für den Staatspreises Innovation überzeugen konnte“, betont STM-Geschäftsführer Jürgen Moser. Das STM-Oneclean-System war für den Econovius 2018 nominiert, mit dem besonders innovative Leistungen von KMU ausgezeichnet werden, heißt es. Interessenten könnten sich jederzeit über unsere Website informieren respektive eine Erstberatung in Anspruch nehmen, sagt Moser.MM

(ID:46462881)