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Modularisierung macht Maschinenbauer schneller

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Es kommt nicht selten vor, dass das Unternehmen mit diesen Mitteln neue Maschinen in vier Tagen zum Laufen bringt. „Das glaubt uns keiner“, merkt ein Softwareentwickler an und verweist darauf, dass das Unternehmen schließlich jung und dynamisch aufgestellt sei. Letztlich sind es die Softwaremodule der Application Software Toolbox Fast, die „einen sehr guten Grundbaustein für die Arbeit bilden“. Mit ihnen lassen sich vor allem Standardfunktionen aus einem Baukasten heraus realisieren. „Das verschafft uns Zeit. Zeit, um Maschinen schneller verkaufen zu können und Zeit für nachhaltige Optimierungen“, bringt es der Softwareentwickler auf den Punkt. Die Ostwestfalen sind mittlerweile dabei, monolitisch geprägte Arbeitsweisen zu verändern und von der Entwicklung über das Engineering bis hin zur Realisierung modular zu arbeiten. Zugegeben: Dieser einschneidende Kurswechsel ging nicht mit einem Handstreich, „weil auch wir dafür unsere Komfortzone verlassen mussten“.

Eine oder mehrere Steuerungen, je nach Maschinenkomplexität, darunter die passenden Servoregler, dazu der schnelle Motion-Bus – und dann das Ganze aus einem Guss projektiert mit Softwaremodulen, die wie die Lenze-Hardware ebenfalls aus dem Baukasten kommen. Dauerte eine Inbetriebnahme nach dem mechanischen Aufbau in der Vergangenheit noch fünf Wochen, sind sie in Ostwestfalen heute im Schnitt innerhalb von eineinhalb Wochen fertig. Für das auf Kaschieranlagen spezialisierte Unternehmen bedeutet der dramatische Schnelligkeitsgewinn spürbare Wettbewerbsvorteile.

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Virtuelle Vorinbetriebnahme

Das durchgängige Antriebs- und Steuerungskonzept reduziert einerseits die bis dato übliche Anzahl an Komponenten – was den Projektierungs- und Integrationsaufwand beschränkt und auch Fehlerrisiken minimiert. Andererseits ist es mit dem Lenze-System möglich, geforderte Maschinenszenarien durch virtuelle Achsen parallel zum mechanischen Aufbau einer Anlage zu simulieren und zu testen. Auf diese Weise gehen die Mitarbeiter mit einer fertig programmierten Steuerung sowie ebenfalls fertig parametrierten – und damit einbaufertigen – Antriebsachsen in die Inbetriebnahme, ohne dass die Maschine mechanisch fertig ist. Somit gehöre es durchaus zum gewohnten Bild, dass in dieser Phase nur Regler und Motoren auf dem Schreibtisch liegen, Gleiches gilt für die Visualisierung. „Das geht komfortabel vom Schreibtisch aus“, meint der Entwickler.

Letztlich macht diese „Situation beim Maschinenbauer eine Kernforderung des Konzeptes Industrie 4.0 konkret greifbar, nämlich die Effizienz bei kleinen Losgrößen. Dieser begegnet man im Idealfall durch konsequente Modularisierung.

Dazu wird auf allen drei Ebenen modularisiert: Mechanik, Hardware und Software. Diese gilt es, mit neuen Methoden und technischen Möglichkeiten schlüssig miteinander zu verbinden.

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