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Lenze Modularisierung macht Maschinenbauer schneller

| Autor/ Redakteur: Kay Willerich / Dipl.-Ing. (FH) Reinhold Schäfer

Im Maschinenbau sind es die Lieferzeiten und besonders die Inbetriebnahmezeiten, die erheblich reduziert werden müssen, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Dabei können vor allem Sondermaschinenhersteller von einer durchgängigen Modularisierung profitieren, wie ein Blick in die Hallen eines Kaschieranlagenproduzenten zeigt.

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Mit der Fast Application Software werden Standardfunktionen von Antrieben – wie elektrische Welle, Positionieren oder Heben – in miteinander kombinierbaren Technikmodulen zur Verfügung gestellt.
Mit der Fast Application Software werden Standardfunktionen von Antrieben – wie elektrische Welle, Positionieren oder Heben – in miteinander kombinierbaren Technikmodulen zur Verfügung gestellt.
(Bild: Lenze)

Wer bei Maschinenbauern gut hinhört, der bekommt einen Einblick davon, was den Original Equipment Manufacturer (OEM) aktuell besonders beschäftigt. Es sind die Lieferzeiten und insbesondere die Inbetriebnahmezeiten, die es mehr denn je erheblich zu reduzieren gilt. Während auf der einen Seite darüber philosophiert wird, ob die Ansätze der Industrie 4.0 der Modularisierung im Maschinenbau neuen Drive geben, wird auf der anderen Seite mit bekannten und lieb gewordenen Systemen gearbeitet, die eine durchgängige mechatronische Modularisierung nur schwer bis gar nicht ermöglichen. Diese ist aber mehr denn je gefragt, damit sich Maschinen hochflexibel und intelligent bauen und möglichst auch noch vernetzt einsetzen lassen – ohne dabei übermäßig komplex zu sein. Die Spezialisten für Motion Centric Automation von Lenze sehen vor allem die Sparte der Sondermaschinenbauer von der Modularisierung am meisten profitieren.

Schnellerer Reifegrad

Wie die Praxis bei einem Sondermaschinenbauer aussieht, zeigt der Blick in die Hallen eines Herstellers von Kaschieranlagen aus dem Ostwestfälischen. Nach Auskunft der Geschäftsführung überlegen sich die Kunden regelmäßig erst dann, eine Maschine zu bestellen, wenn die Vorabverkaufszahlen nach einer Fachmesse – etwa im Umfeld der Möbelindustrie – entsprechend gut ausfallen. Erst kommt also der Verkauf und dann machen sich die Hersteller Gedanken über die dafür notwendigen Betriebsmittel – Konstruktion und Engineering inklusive. Die Hintergründe für diese Entscheidung sind klar: Reduzierung des gebundenen Kapitals, höhere Liquidität und sinkendes Risiko von Fehlinvestitionen.

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„Der Einsatz neuer Technologie macht es möglich, unsere Innovation schneller und effektiver zur Serienreife und auf den Markt zu bringen“, heißt es beim Hersteller von Beschichtungsanlagen weiter, weshalb dieser für die Antriebs- und Automatisierungstechnik seit Neuestem auf eine Lösung von Lenze zurückgreift, die vorbereitete Standards vor allem für wiederkehrende Aufgaben, aber auch die nötige Offenheit und Flexibilität für die Umsetzung der Kernprozesse bietet. Erst damit lassen sich die modular konzipierten Anlagen nach Erfahrung des Unternehmens in sehr gut miteinander kombinierbare Einzelprozesse aufteilen und später bausteinartig wieder zusammenfügen.

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