Kunststoffverarbeitung

Modulbaukasten ist Schatztruhe der Kunststoffzerspanung

Seite: 2/4

Anbieter zum Thema

Nur so kann nach seiner Ansicht auf die unterschiedlichen Anwendungen in der Kunststoffbearbeitung reagiert werden: Ein Anwender fertige Losgröße 1, ein anderer Massenteile und ein weiterer bearbeite große Werkstückvolumina mit hoher Tonnage bei wechselnder Geometrie.

Komponenten können oft mehr als Kunststoff zerspanen

Daher legt der Maschinenhersteller Maka bei der Komponentenentwicklung die Priorität auf maximale Anforderung. Die Folge davon ist, dass sich bei der Auswahl Anwendungen überschneiden, zum Beispiel bei einem Fünf-Achs-Fräskopf für die Güteklasse 2, der nicht nur zur Kunststoffzerspanung geeignet ist, sondern auch leichtere Aluminiumbearbeitung übernehmen kann.

Der Modulbaukasten hat das werkstoffliche Spektrum der Maschinen verbreitert. So ist er heute auch die Konstruktionsbasis für Anwendungen, die im Umfeld der Kunststoffindustrie liegen: im Modellbau, Aluminiumformenbau und in der Bearbeitung von Faser-Verbundwerkstoffen.

Alle Werkstoffbereiche sind für Hersteller wie Maka wichtig für den Maschinenabsatz: „Der Anteil von Kunststoff, Aluminium und Verbundwerkstoffen wird in vielen Anwendungsbranchen einen ansehnlichen Zuwachs im Laufe der nächsten Jahre erfahren“, prophezeit der Key-Account-Manager.

Wichtige Antrieber für Innovationen sind Zerspanwerkzeuge

Ein Grund dafür ist der anhaltende Trend zu Leichtbauwerkstoffen, ein weiterer die Reduzierung von Fertigungsserien auf kleinere Stückzahlen. Sie steigert die Attraktivität von Aluminium bei Formwerkzeugen, das sich leichter zerspanen lässt als Formenstahl, jedoch nicht dessen langen Standzeiten für Großserien hat. Auf diese Entwicklung hat der Maschinenhersteller Geiss reagiert: mit einem Fräskopf für den Formenbau.

Dieser Fräskopf wird auf der Fakuma vorgestellt und ist ein Beispiel dafür, dass derzeit ein Anpassungsfokus des Modulbaukastens auf der Erhöhung der Bearbeitungsgeschwindigkeit liegt. Wesentlicher Antreiber ist dabei der Fortschritt bei Zerspanwerkzeugen.

Maschinenbauer erwarten weitere Fortschritte in der Kunststoffzerspanung

„Die rasante Entwicklung bei den Bearbeitungswerkzeugen fordert uns immer wieder heraus“, bemerkt der Maschinenhersteller. Daher wird die Entwicklung des Baukastens weitergehen. Weitere Fortschritte sind zu erwarten.

„Wir arbeiten daran“, sagt Wolfgang Grimme, Geschäftsführer der HG Bearbeitungssysteme GmbH, Wiedergeltingen, für den die Schnittgeschwindigkeit der Werkzeuge noch nicht ausgereizt ist. „Darin sehe ich noch ein hohes Optimierungspotenzial.“ Daraus ergibt sich für die Maschinenhersteller die Notwendigkeit, die Komponentenanpassung weiter voranzutreiben.

(ID:318775)