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Als Vorteile der Gantry-Maschinen hebt er die Verfahrwege in X- und Y-Richtung hervor, die sich im Prinzip beliebig verlängern lassen. Dabei werden die beiden Enden des Querbalkens immer abgestützt und angetrieben, was zum Beispiel bei Fahrständer-Fräsmaschinen mit Kragarmen als Verfahrachsen nicht möglich ist.
Gantrymaschinen erzeugen gleiche Qualität unabhängig vom Werkstückgewicht
Ferner bleibt der Arbeitstisch mit dem gespannten Werkstück fest installiert. So werden die Bearbeitungsdynamik und Geschwindigkeit von Werkstückgewicht und -größe nicht beeinträchtigt.
Im beweglichen Portal mit feststehendem Spanntisch wird bei Huber & Grimme laut Geschäftsführer „die einzige Bauart für große und schwere Bauteile“ gesehen. Daher hat man im vergangenen Jahr das Spektrum an Gantry-Maschinen erweitert.
Pilot-Gantry-Maschine für 3D-Bearbeitung in Betrieb
Anfang 2009 ging eine Pilotmaschine bei einem Modellbauer in Betrieb. Für die 3D-Bearbeitung steht ihr ein Raum von 6000 mm × 2500 mm × 300 mm zur Verfügung. Diese Maschine ist wie ein Brückenkran konzipiert: mit einem auf statischen Elementen geführten Querbalken.
Solche am Markt auch als Brücken-Center bezeichneten Varianten schließen nicht nur bei Huber & Grimme, sondern auch bei Maka das Maschinenangebot im Modellbau und in der Kunststoffbearbeitung „nach oben“ ab.
Standportalmaschinen decken Anwendungen bis zur schweren Zerspanung ab
Am anderen Ende beginnt deren Spektrum mit sogenannten Standportalmaschinen. Im Gegensatz zur Gantrybauweise haben sie feststehende Portale und verfahrbare Tische. Der Anwendungsschwerpunkt liegt auf Bauteilen mit niedrigem bis mittlerem Gewicht.
Diese Maschinen decken ein Bearbeitungsspektrum bis zur schweren Zerspanung von Aluminium ab. Bei Huber & Grimme sind sie für Werkstückgewichte bis 700 kg ausgelegt – und auf dem Markt im Wettbewerb zu Gantrymaschinen platziert.
Preisdruck auf Maschinen zur Nachbearbeitung geformter Kunststoffteile
Auf der Fakuma zeigt sich das besonders bei der Nachbearbeitung geformter Kunststoffteile. Für diese Arbeiten werden nicht nur genaue, schnelle und flexible Maschinen verlangt, sie müssen auch preisgünstig sein.
Dieser Preisdruck hat seit Beginn der Wirtschaftskrise wieder zugenommen. „Die Kunden schauen sehr aufs Geld“, beobachtet der Maschinenhersteller Geiss. Daher sei es nicht immer einfach, Wunsch und Wirklichkeit in Einklang zu bringen.
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Um diesen Spagat zu vollziehen, stützen sich die Hersteller wieder auf den Modulbaukasten. Ziel dabei sei eine Kombination aus hoher Arbeitseffektivität und vergleichsweise niedrigen Investitionskosten, erläutert Grimme. Der Weg dorthin geht nur über eine solide Beratung und Projektierung. Nur sie ermöglichen laut Jilge, übertriebene Vorstellungen vom Nutzen zu trennen.
So arbeitet man bei Maka das Ergebnis aus unterschiedlichen Stufenkonzepten heraus – angefangen von konventionellen Fräsmaschinen und Roboter-Fräszellen bis zu Mehrtischanlagen inklusive Automatisierungsmodule, um Nebenzeiten zu reduzieren. Dabei hält es Jilge für wichtig, „Feedback bezüglich der Einschätzung zukünftiger Anforderungen“ zu erhalten: Die Fakuma sei dafür der richtige Ort.
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