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Ansätze dazu bieten Linear- und Torquemotoren, die ohne zwischengeschaltetes Getriebe direkt mit der Frässpindel oder den Bewegungsachsen der Maschine verbunden sind. Laut Grimme sind Direktantriebe „absolut gefragt“. Jedoch ist der Energiebedarf dieser Motoren noch verhältnismäßig hoch. Daher sieht der Geschäftsführer von Huber & Grimme (HG) eine geringere Stromaufnahme als sinnvoll an.
Konventionelle Antriebssysteme holen auf
Außerdem gibt es laut Jilge „eine massive Weiterentwicklung konventioneller Antriebssysteme“. Daraus sind zum Beispiel hochgenau geschliffene Zahnstangenantriebe mit Schrägverzahnung sowie Kugelumlaufspindeln für kleine Verfahrwege hervorgegangen. Sie erweitern inzwischen den Modulbaukasten der Maschinenhersteller.
Dazu zeigt Maka auf der Messe multimedial eine High-Speed-Maschine zur Nachbearbeitung geformter Teile. Sie sei auf schnelle Bewegungsabläufe getrimmt.
Basis dafür ist die konventionelle Antriebstechnik. Bei optimiertem Zusammenspiel mit moderner Steuerungstechnik und Getriebe könne damit eine Geschwindigkeit von mindestens 100 m/min in den Linearachsen problemlos erreicht werden, berichtet der Key-Account-Manager. Bis vor kurzem ermöglichten das nur Direktantriebe.
Modulbaukasten enthält nahezu alle Maschinenkomponenten für die Kunststoffzerspanung
Auf diese Entwicklung reagieren die Maschinenhersteller flexibel. Sie haben beide Antriebsvarianten im Modulbaukasten. Je nach Maschinenanwendung wird ausgewählt. Für Direktantriebe spricht ein besseres Fahr- und Ansprechverhalten. Zudem wird bei akzeptabler Geschwindigkeit eine hohe Positioniergenauigkeit geboten. Dafür nimmt man jedoch laut Jilge „noch relativ hohe Einstands- und Betriebskosten“ in Kauf, die über einen höheren Antriebsnutzen zu kompensieren sind.
Folglich fordert die Maschinenauslegung von den Herstellern weitgehende Optionen. So zählt für den Hersteller Geiss „an und für sich nur die Steuerung“ zur Standardausstattung. Auch Automatisierungskomponenten wie Werkzeug- und Palettenwechsler stammen aus einem Pool von Ausstattungsoptionen.
Nur der Maschinenaufbau bleibt im Wesentlichen unverändert. „Die Gantrybauweise ist die beste Bauart, um die Anforderungen an die Dynamik zu erfüllen“, sagt Geiss.
Gantrymaschinen bieten mehr Vorteile als Fahrständermaschinen
Diese Bauweise mit Fräskopf am Querbalken, der auf zwei Ständern geführt wird, ist in der Kunststoffbearbeitung weit verbreitet. So hat der Hersteller Geiss bereits mehr als 600 Gantry-Maschinen für die Nachbearbeitung geformter Teile gebaut.
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