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Kollaborativer Greifer kommuniziert mit dem Menschen
Auch Schunk hat sich als einer der ersten einen Platz in der MRK-Greifer-Liga mit seinem Co Act Gripper gesichert. Der kollaborative Greifer interagiert und kommuniziert unmittelbar mit dem Menschen. Zentrale Merkmale sind eine nachgiebige Außenhaut mit abgerundeten Kanten, ein integrierter Schutz vor Werkstückverlust sowie ein LED-Panel als Kommunikationsinterface zum Menschen. Bereits in der Basisstufe erfüllt der Greifer die zentralen Forderungen einer sicheren Mensch-Roboter-Kollaboration: Er verliert nie das gegriffene Objekt, erkennt immer den Kontakt mit dem Menschen und verletzt ihn unter keinen Umständen beim Greifen. Ein sicherer Antrieb ermöglicht zudem ein breites Greifkraftspektrum und gewährleistet zugleich die funktionale Sicherheit. Wird der Prozess beispielsweise bei einem Not-Aus unterbrochen, ist stets gewährleistet, dass das gegriffene Teil zuverlässig gehalten bleibt.
Mithilfe einer Umfeldsensorik erfasst der Greifer kontinuierlich seine Umgebung und verarbeitet die Daten mit einer integrierten Software. Kommt es zu einem unerwünschten Kontakt mit dem Menschen, wird die Greifkraft automatisch begrenzt. Durch speziell entwickelte Greifstrategien und Kraftmessbacken in den Fingern stimmt der Co Act Gripper JL1 sein Verhalten in Echtzeit darauf ab, ob ein Werkstück oder womöglich eine menschliche Hand gegriffen wird. Grundlage ist die Sicherheitsrichtlinie für Industrieroboter DIN EN ISO 10218. Auch Aspekte der künftigen DIN EN ISO 20218 (safety requirements for industrial robots) sind dabei bereits berücksichtigt. Darüber hinaus wird der Greifer zu einem Kommunikationsmittel zwischen der Anlagensteuerung und dem Bediener. LED-Leuchten und eine entsprechende Farbsystematik informieren darüber, ob die Anlage betriebsbereit ist und ob das korrekte Werkstück gegriffen wurde. Die Pläne gehen sogar noch weiter: Künftig sollen die Co Act Gripper ein komplexes Zusammenspiel unterschiedlicher Sensoren und Sicherheitsmechanismen ermöglichen. Kraftmessbacken und eine visuelle Überwachung zählen ebenso dazu wie Häute aus taktilen und kapazitiven Sensoren oder eine strombasierte Kraftregelung.
Zukunft der MRK-Greifer sieht ein erweitertes Kommunikationsumfeld vor
Vergleichbar mit dem Menschen, der in der Regel mehrere Sinne kombiniert, um eine Situation zu bewerten, werden die MRK-Greifer künftig Informationen aus mehreren Sensorquellen bündeln und daraus ein möglichst exaktes Bild der Realität ableiten. Über OPC-UA-Schnittstellen werden die kollaborativen Greifer darüber hinaus in der Lage sein, mit dem Roboter sowie mit der übergeordneten Anlagensteuerung zu kommunizieren. MM
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