Anbieter zum Thema
Die Abdichtung des Lagers ist zweiteilig aufgebaut und dadurch sehr effizient wirksam: Den äußeren mechanischen Schutz übernimmt die auf dem Innenring des Lagers befestigte Blechscheibe, auch Schleuderscheibe genannt. Diese hält den groben Schmutz vom Lager fern.
Die in der „zweiten Reihe“, dahinter liegende Dichtung aus Nitryl-Butadien-Rubber (NBR) schützt das Lager in der Funktion, ähnlich wie wir es von Rillenkugellagern kennen.
Durch Wartung kann die Korrosion der Bauteile durch den anhaftenden beziehungsweise eintretenden Grünschnitt vermieden werden. Dosiertes Nachschmieren mit umweltverträglichen Schmierstoffen sorgt dafür, dass im Lager nur Fett vorhanden ist und Grünschnitt und andere Fremdstoffe verdrängt werden.
Dosiertes Nachschmierenverdrängt Fremdstoffe
Die bei der groben Reinigung mit scharfem Wasserstrahl eventuell ins Lager gelangende Feuchtigkeit wird ebenfalls durch das Nachfetten aus dem Lager gedrückt. Dort ist der Schmiernippel (Bild 3) angebracht und verlängert die Nutzungsdauer des Kugellagerelementes.
Durch die eigene Rillenkugellagerproduktion hat sich LFD gerade in den vergangenen Jahren als Marke weiter etabliert. Mit Qualitätsprodukten aus automatisierter Fertigung nach deutschen Standards bietet LFD echte Alternativen mit deutlichem Preisvorteil. Ebenso kennzeichnend ist, dass diese Wälzlager für den jeweiligen Einsatzfall optimiert werden und dadurch passend dimensioniert sind, was zu einem weiteren Kostenvorteil führt. Durch den Einsatz hochreiner homogener Stähle wird zudem Ausfällen in der Anwendung erfolgreich vorgebeugt, was die Lebensdauer weiter verlängert.
Die Eignung von Werkstoffen für Wälzlager ergibt sich aus den vielfältigen Anforderungen an das Leistungsverhalten. Bei der Auswahl helfen Kriterien, wie zum Beispiel Belastbarkeit, Korrosions- oder Temperaturbeständigkeit. Hohe Ansprüche werden in der Regel an die Belastbarkeit der einzelnen Wälzlagerkomponenten (Bild 4) wie Ringe und Kugeln gestellt. Diesen Anforderungen wird LFD durch die Auswahl besonders reiner Stähle gerecht.
Durchgesetzt haben sich weltweit durchhärtende Chromstähle mit etwa 1% Kohlenstoff und 1,5% Chromgehalt, die gut geeignet sind, auf 58 bis 65 HRC (=Härtegrad nach Rockwell) gehärtet zu werden. Eisenbegleitende chemische Elemente wie Mangan (Mn) oder Silizium (Si) haben zum Beispiel eine positive Wirkung auf die Härtbarkeit und sind deshalb in geringen Mengen durchaus erwünscht.
Hochreine Stähle steigern Lebensdauer von Wälzlagern
Andere Elemente, die zur Bildung von Schlacketeilchen führen, sind hingegen schädlich. Diese nichtmetallischen Einschlüsse sind unerwünscht, weil die Festigkeitseigenschaften dieser Gefügebereiche deutlich geringer sind als von dem umgebenden Gefüge. Deshalb werden dazu vorzugsweise Stähle mit hoher Reinheit mit möglichst geringen Sauerstoffanteilen verwendet.
Mit Wälzlagern aus solchen reinen Stählen konnte LFD die erreichbare Lebensdauer nochmals steigern, weil ein homogeneres Gefüge auch höhere Kraftbelastungen tragen kann. Daran wird in enger Zusammenarbeit mit den Stahlwerken permanent weiter optimiert.
Dipl.-Ing. Michael Neuhaus ist technischer Leiter bei der LFD Handelsgesellschaft mbH in 44319 Dortmund.
(ID:293537)