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Gimatic auf der K 2019

Neuartige Angusszangen erleichtern die Entnahme von Spritzgussteilen

| Redakteur: Peter Königsreuther

Gimatic hat zwei neue Angusszangen für die Teileentnahme aus Spritzgießwerkzeugen. Man hat dazu ein patentiertes Abfragesystem integriert, das bisherige Nachteile beim Greifen eliminiert, heißt es. Halle 10 am Stand E55.

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Patentierte Angusszangen ohne Störkonturen sind die K-Highlights bei Gimatic in Halle 10 am Stand E55. Hier ist die kleiner Version der sogenannten Anguss-Winkelgreifzange PB zu sehen, die mit Aluminium- oder Stahlfingern geliefert werden kann, sagt der Aussteller.
Patentierte Angusszangen ohne Störkonturen sind die K-Highlights bei Gimatic in Halle 10 am Stand E55. Hier ist die kleiner Version der sogenannten Anguss-Winkelgreifzange PB zu sehen, die mit Aluminium- oder Stahlfingern geliefert werden kann, sagt der Aussteller.
(Bild: Gimatic)

Bei der Entnahme von Teilen aus Spritzgießmaschinen gab es laut Gimatic bisher zwei Nachteile, die mit dem neuen Abfragesystem der Vergangenheit angehören. In der Regel wird beim Greifen von Spritzgussteilen ein Anguss gegriffen. Das Greifen erfolge dabei vorzugsweise mit Unterstüztung einer Sensorabfrage. Der Stand der Technik ist, dass an einer Backe des Greifers eine Schaltfahne sitzt, die einen Sensor betätigt, heißt es weiter. Ein wesentlicher Nachteil dabei ist, dass der Sensor weit vorne sitzt, weil die Schaltgenauigkeit dort höher ist, erklärt Gimatic. So könne er aber zu einer Störkontur werden. Auch beim Greifen von sehr kleinen Angüssen müsse man teilweise mit Schaltungenauigkeiten rechnen. Deshalb ist es wichtig, dass der Anguss direkt abgefragt wird und nicht etwa eine Kolbenbewegung für die korrekte Position herangezogen wird, merkt der Aussteller an.

Müsse kräftiger „zugelangt“ werden, dann empfiehlt Gimatic die Anguss-Winkelgreiferzange der Variante DD, die mit Stahlfingern ausgestattet ist.
Müsse kräftiger „zugelangt“ werden, dann empfiehlt Gimatic die Anguss-Winkelgreiferzange der Variante DD, die mit Stahlfingern ausgestattet ist.
(Bild: Gimatic)

Sensorabfrage jetzt ohne Störkontur

Um die Probleme zu entschärfen, hat Gimatic ein komplett neues Abfragesystem entwickelt: Der Sensor ist dabei hinten am Korpus positioniert, wo die Greiffinger befestigt sind. Somit gibt es vorne keine Störkontur. Der patentierte Mechanismus sitzt im Korpus der Greifzange. Er erlaubt die Montage verschiedener Backen an ein und demselben Grundkörper, heißt es. Es sei auch egal, wie groß der Anguss sei und an welcher Stelle der Backen die Teile gegriffen würden. Die Schaltgenauigkeit ist dabei konstant, betont der Hersteller. Bei händisch durchgeführten Backenbewegungen, beispielsweise zum Testen oder bei geschlossenem Greifer ohne Bauteil, gibt es kein Signal. Diese Option ermögliche neue Abfragemöglichkeiten.

Neues Sicherungskonzept bringt Vorteile

Optional werden die Sensortypen NPN (schaltet bei Betätigung) und PNP (Dauersignal, das bei Betätigung unterbricht) verwendet. Diese sind austauschbar, sagt Gimatic.

Die neue Technik eigne sich in einer eigenen Version auch sehr gut für Vakuumanwendungen. Und die Neuentwicklung hat noch weitere Vorteile parat, denn die Backen werden nicht mehr wie bisher durch einen Konus oder Stahlstift gesichert. Ein intern formschlüssig gesicherter Stift verhindert das Herausfallen der anderen Stifte und damit der Backen. In Sachen Gewicht macht dieses Konzept alle Greifer leichter, heißt es weiter.

FDA-H1-konformer Griff ins Spritzgießwerkzeug

Die selbst zentrierenden, pneumatischen Anguss-Winkelgreifzangen DD verfügen über zwei Backen und einen einfachen Antrieb mit Federöffnung. Sie sind mit Stahlfingern ausgestattet, wurden mit robusten Endanschlägen versehen und erreichen eine hohe Spannkraft, erklärt Gimatic. Die nicht selbst zentrierenden Anguss-Winkelgreifzangen PB können mit Aluminium- oder Stahlfingern ausgestattet werden. Sie bauen kleiner als die DD-Zangen und eignen sich für kleinere Angüsse, die in der Regel weniger Spannkraft erfordern. Bei allen Angusszangen seien alle verwendeten Materialien und Schmierstoffe FDA-H1-konform. Somit eignen sie sich für den Einsatz in der Medizin- und Pharmatechnik.

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