Flammschutz für Thermoplaste Neuartige TPE-Compouds erfüllen strenge Brandschutzforderungen

Redakteur: Peter Königsreuther

Kraiburg TPE hat sein Produktportfolio mit flammgeschützten TPE-Compounds erweitert, wie es heißt. Diese neue Flammschutzreihe namens FR/AD1 werde im Zwei-Komponenten-Spritzguß verarbeitet und hafte besonders gut auf den Thermoplasten ABS und PC und deren Blends.

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Eine von Kraiburg TPE entwickelte, halogenfreie Flammschutzmittel-Reihe namens FR/AD1 haftet laut Angaben des Herstellers besonders gut auf ABS und PC.
Eine von Kraiburg TPE entwickelte, halogenfreie Flammschutzmittel-Reihe namens FR/AD1 haftet laut Angaben des Herstellers besonders gut auf ABS und PC.
(Bild: Kraiburg TPE)

Die halogenfreien Flammschutzmittel erfüllen laut Kraiburg TPE auch hohe Anforderungen in Bezug auf Elastizitätsforderungen (maximal 3 N/mm) sowie auf die Wirksamkeit Brandschutzeffektes. Denn die TPE-Compouds sind selbstverlöschend und tropfen als Schmelze nicht (Klasse V0), wie Kraiburg anmerkt. Zudem besitzen die Thermoplastischen Elastomere hervorragende mechanische Eigenschaften bei einer Härte von 60, 70 und 80 Shore A.

Sichere Elektro-Installationen

Zum Einsatz kommen die Flammschutz-Compounds beispielsweise in Form von Dichtungen für Schaltkästen, an Steckern oder an Unterputzdosen sowie als Kabelhalterungen, so Kraiburg TPE. In derartigen Anwendungen müssten die einzelnen Komponenten strengen Brandschutzvorgaben entsprechen, um die Auswirkungen von Feuer und Rauchgas zu minimieren. Die Brennbarkeitsklasse definiert dabei die Entzündbarkeit und das Brennverhalten von Kunststoffen mithilfe eines speziellen Tests: Eine Flamme wird auf einen definierten Prüfkörper gerichtet, welcher innerhalb von 10 s selbstständig verlöschen muss und maximal 30 s nachglühen darf. Die neue FR/AD1-Reihe erfülle diesen Test auch bei einem 3-mm dicken Prüfkörper.

Problemlos recycelbar

Ein weiterer Vorteil der Flammschutzmaterialien liege in der halogenfreien Rezeptur. Im Brandfall entstehen bei halogenfreien Komponenten im Vergleich zu halogenhaltigen Materialien weniger korrosive und toxische Gase, so Kraiburg TPE. Diese Gase gilt es zu minimieren, da sie der Umwelt und den Menschen schaden, als auch Korrosionen an Geräten und Anlagen zur Folge haben. Bauteile mit halogenfreien Compounds von Kraiburg TPE könnten ohne kostenintensive Trennung wieder recycelt werden – eine Sonderentsorgung sei also nicht notwendig.

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