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SMS Group auf der EMO 2017 Neue Antriebe und Additive Fertigung bringen Schwung in die Umformtechnik

| Redakteur: Peter Königsreuther

Die SMS Group bietet für alle, die beim Pressen und Schmieden mehr Performance fordern, neue Exzenterpressen mit pfiffigem Antriebskonzept. Ein weiteres Highlight sind 3D-gedruckte Sprühköpfe für die Pflege von Schmiedegesenken. Halle 15, Stand D06.

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In der neuen Eumuco-Hasenclever-MT-Exzenterpresse sorgt ein innovatives Antriebskonzept, wie die SMS Group berichtet, für die richtige Antwort auf die Anwenderforderungen nach produktiveren Systemen, die auch noch wenig Energie benötigen.
In der neuen Eumuco-Hasenclever-MT-Exzenterpresse sorgt ein innovatives Antriebskonzept, wie die SMS Group berichtet, für die richtige Antwort auf die Anwenderforderungen nach produktiveren Systemen, die auch noch wenig Energie benötigen.
(Bild: SMS Group)

Die Nutzer von Pressenlinien setzen verstärkt auf alternative Konzepte, um bei der täglichen Arbeit die Produktivität zu erhöhen und dabei auch noch energieeffizienter zu sein, erklärt die SMS Group. Die neue Eumuco Hasenclever MT-Exzenterpresse sei darauf die Antwort. Das Besondere der Baureihe ist das neu entwickelte Meer-Torque-Servodrivekonzept, heißt es. Dieses kombiniere eine hohe Leistung mit sehr kurzer Zykluszeit plus optimierter Energieeffizienz. Zwei getrennte, aber synchronisierte Antriebe ergänzen sich dabei im Wechsel zwischen Stößelbeschleunigung, -verzögerung und Bereitstellung der Umformenergie, so SMS. Im Gegensatz zu üblichen Systemen nutze das Konzept ein dauernd rotierendes Schwungrad als Energiespeicher. Auch trenne die Idee die Stößelbewegung von der Zuordnung der Umformenergie. Laut Hersteller vereinen sich so die Vorteile einer Servopresse mit denen der bekannten Kupplungs-/Brems-Kombinationen.

Stets gepflegte Gesenkoberflächen durch 3D-Druckeinsatz

Gesenkschmiedepressen sind etwa aus der Automobilfertigung nicht mehr wegzudenken, wie SMS betont. Die darin installierten Sprühköpfe entfernen den beim Schmieden entstehenden Zunder von den Gesenken, kühlen die Gesenkoberfläche, applizieren Schmierstoffe und trocknen die Gesenke auch. Mit additiv hergestellten 3D-Sprühköpfen gehe die SMS Group nun in Sachen Prozessverbesserung einen Schritt weiter: Die so gefertigten, außen mischenden Zweistoffdüsen erzeugen, wie es heißt, ein extrem feines Aerosol, das sich so mit herkömmlichen Düsen nicht bilden würde. Entmischungseffekte, die von innen mischenden Systemen bekannt seien, sollen mit den neuen Düsen nicht auftreten.

3D-Sprühkopf vermeidet viele bekannte Nachteile

Das homogene und zeitlich konstante Sprühbild sorge für eine hohe Werkzeugstandzeit und ein optimales Sprühergebnis. Die Düsen können einzeln oder auch zonenweise sowie zeitlich versetzt geschaltet werden, wie die SMS Group beschreibt. Zum Schalten der Düsen setzt der Hersteller nach eigener Aussage weiterhin auf den bereits bekannten Membranwerkstoff, dessen Membranplättchen direkt an der Düse sitzen. Diese Position verkürze die Schaltzeiten und bringe deutlich mehr Dynamik. Außerdem werde so das Nachtropfen vermieden. Perfekt aufeinander abgestimmt biete die SMS Group das 3D-Sprühsystem, bestehend aus Sprühtechnik, 3D-Sprühkopf und Sprühautomation. Bei Bedarf könnten bestehende Sprühsysteme für die 3D-Sprühköpfe nachgerüstet werden, betont der Aussteller.

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