PTC Neue PLM-Lösung für Mittelständler setzt auf Sharepoint auf

Redakteur: Claudia Otto

Mittelständler setzten bislang nur selten PLM-Lösungen für die Verwaltung von CAD-Daten und für die Kollaboration ein. PTC sieht in diesem Feld einen ungesättigten Markt mit Wachstumsraten von 40%. Wir sprachen mit PTC-Präsident und CEO Richard C. Harrison über eine neue PLM-Lösung, den Schutz geistigen Eigentums und künftige Entwicklungen.

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Mr. Harrison, was macht Windchill Productpoint zu einer geeigneten PLM-Software für den Mittelstand?

Harrison: Viele KMU haben noch keine PLM-Lösungen, weil sie vor dem Aufwand, der mit der Einführung verbunden ist zurückschrecken. Zugleich erkennen sie aber ihren zunehmenden Bedarf, Produktdaten zuverlässig zu verwalten. Da Windchill Productpoint auf Microsoft Sharepoint beruht, setzt die Lösung auf einer bereits etablierten und vertrauten Nutzerumgebung auf. Sharepoint ist eines der erfolgreichsten Produkte von Microsoft und wird von Office-Anwendern für das Verwalten von Dokumenten eingesetzt.

Mit Windchill Productpoint können nun zudem Produktentstehungsdaten verwaltet werden. Das ist neu, da Microsoft Sharepoint bislang keine strukturierten Daten wie Produktinformationen verwalten konnte. Durch die Sharepoint-Integration sind die Berührungsängste der Anwender sehr gering, da sie in der Regel ohnehin schon mit Sharepoint arbeiten. Windchill Productpoint bietet daher einen guten und simplen PLM-Einstieg. In der seit Januar 2009 verfügbaren Version Windchill Productpoint 1.0 können Produktinformationen aus Pro Engineer-Dateien verwaltet werden. Bis zur Version 2.0 wird Windchill Productpoint auch Autocad, Solidworks, Inventor sowie unsere Illustrationslösung Arbortext Isodraw und unsere Kalkulations- und Dokumentationslösung Mathcad unterstützen.

Gibt es bereits erste Anwender oder Testkunden von Windchill Productpoint in Deutschland?

Harrison: Unsere Reseller verbuchen in Europa und dort speziell in Deutschland und Österreich eine große Nachfrage. Unsere weltweit ersten Kunden konnten wir über unseren Platin-Vertriebspartner Techsoft in Österreich gewinnen. Die Firma Grabner Instruments war so begeistert, dass sie gleich die Alpha- und Beta-Phase sowie die Pre-Production-Phase mitgemacht hat.

So konnte Grabner Instruments bereits diesen Januar, als wir Windchill Productpoint offiziell auf den Markt brachten, mit der Lösung produktiv gehen. Aber auch Inneo Solutions und Net, weitere Platin-Partner in Deutschland, Österreich und der Schweiz können sich im Moment vor Anfragen kaum retten. Es sieht so aus, als hätte der Mittelstand auf eine derart schnell zu erlernende und günstig einzuführende PLM-Lösung nur gewartet.

Autodesk hat im Mittelstand einen hohen Verbreitungsgrad. Durch was unterscheiden sich die PTC-Lösungen von Autodesk-Produkten?

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