Bohrwerkzeuge Neue Präzisions-Bohrwerkzeuge von Ruko erleichtern das Zerspanen

Redakteur: Helmut Klemm

Saubere Löcher ohne Vorkörnen in dünne Bleche bohren – für die meisten Spiralbohrer ist das ein Problem, verreißt doch beim ersten Anbohren leicht die Spitze. Um das zu verhindern und gleichzeitig gratfreies Bohren zu ermöglichen, hat die Ruko GmbH den Spiralbohrer DIN 338 HSS-G Turbo in ihr Programm aufgenommen, der dank seines Kegelmantelschliffs das Freihandbohren in Blechen erleichtert.

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Der Bohrer eignet sich für Stähle bis 900 N/mm² Zugfestigkeit und wird zusammen mit anderen Zerspanwerkzeugen und Bohrmaschinen des international bekannten Werkzeugherstellers auf der Messe EMO 2007 in Hannover präsentiert. In ihrem Werk im baden-württembergischen Holzgerlingen stellt Ruko Stufenbohrer, Blechschälbohrer, Kegel- und Entgratsenker, Flachsenker, Querlochsenker, Entgratwerkzeuge und auch Kernbohrer und Kernbohrmaschinen her, die einen der Schwerpunkte am Messestand des Unternehmens bilden.

Kernbohrer arbeiten bei geringerem Energiebedarf schneller als Spiralbohrer

Anders als Spiralbohrer zerspanen Kernbohrer nicht das komplette Material im Bohrloch, sondern trennen nur einen Ring heraus. „Deshalb arbeiten sie bei geringerem Energiebedarf deutlicher schneller“, sagt Vertriebsleiter Michael Knoll; „außerdem haben sie eine erheblich höhere Standzeit.“

Zur optimalen Nutzung dieser Eigenschaften hat Ruko bereits eine Serie von Kernbohrmaschinen entwickelt. Das jüngste Mitglied dieser Gerätefamilie ist die kleine RS 5e. „Das nur 10 kg schwere Gerät eignet sich ideal für Arbeiten auf engstem Raum – etwa bei Doppel-T-Trägern oder Lkw-Rahmen“, erklärt Knoll.

Winkelkernbohrmaschine für Arbeiten auf kleinstem Raum

Die Winkelkernbohrmaschine erreicht Drehzahlen von 140 bis 350 min-1 und eine Schnitttiefe von 30 mm. Ein Elektromagnet mit 9000 N Haftkraft sorgt für sicheren Halt der Maschine auch bei Überkopfanwendungen. Am Messestand werde die Maschine im Betrieb vorgeführt, kündigt Knoll an.

Auch eine neue Serie von Blechschälbohrern wird vorgestellt. Diese Bohrer aus Hochleistungs-Schnellarbeitsstahl (HSS) haben eine spiralförmige Spannut, wodurch sich die Laufruhe verbessert und die Schnittleistung erhöht. Je nach zu bearbeitendem Werkstoff gibt es die Bohrer in verschiedenen Ausführungen. Zum Beispiel eignet sich ein Bohrer aus kobaltlegiertem HSS für legierte und unlegierte Bleche, NE-Metalle und Kunststoff. Mit einer Titan-Aluminium-Nitrid-Beschichtung ist zusätzlich die Trockenbearbeitung des Materials möglich.

Kegel- und Entgratersenker neu im Programm

Ebenfalls neu ist der Kegel- und Entgratersenker DIN 335, Form C 90° ASP, der durch tiefgeschliffene Spannuten und scharfe Schneiden grat- und ratterfreies Arbeiten auch bei VA-Stählen und Titanlegierungen ermöglicht. Eigens für die Senker-Produktion schuf Ruko laut Knoll beim Aufbau des neuen Standorts in Holzgerlingen eine der modernsten Fertigungsstätten Europas.

Ruko wurde 1974 in Böblingen gegründet. Seit der Umwandlung in eine GmbH 1980 konzentriert sich das Unternehmen auf die Produktion von Bohr- und Schneidwerkzeugen. 1990 zog Ruko an den neuen Standort nach Holzgerlingen nahe Stuttgart, wo ein 4000 m2 großes Firmen- und Produktionsgebäude entstand. Dort werden in hochmodernen CNC-Schleifzentren verschiedenste Bohrer, Senker und Entgrater hergestellt.

Produkte von Ruko werden mittlerweile in 70 Ländern vertrieben. 2006 lag der Umsatz bei 26 Mio. Euro, etwa 70% davon stammten aus dem Export.

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