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Schleifen

Neue Schleifmaschinen ermöglichen Feinstbearbeitung auf hohem Niveau

04.07.2007 | Autor / Redakteur: Bernhard Kuttkat / Bernhard Kuttkat

Die Nockenwellenschleifmaschine Cam-Grind S mit integriertem Ladesystem ist vielseitig einsetzbar für das Schleifen von Nockenwellen bis 650 mm Länge. Bild: Studer Schaudt
Die Nockenwellenschleifmaschine Cam-Grind S mit integriertem Ladesystem ist vielseitig einsetzbar für das Schleifen von Nockenwellen bis 650 mm Länge. Bild: Studer Schaudt

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Die Schleifmaschinenspezialisten Studer, Schaudt und Mikrosa präsentieren auf der EMO Schleifmaschinen für das effiziente Fertigen: das Hartfeinbearbeitungszentrum für die flexible Schleif- und Drehbearbeitung, eine Nockenwellenschleifmaschine mit Ladesystem sowie eine Einstechschleifmaschine für kleine Teile mit Werkstückwechselzeiten von weniger als 1s.

Keine Frage, die EMO, das Branchenereignis dieses Jahres, ist für viele Werkzeugmaschinenhersteller der Anlass, die eigene Innovationsfähigkeit unter Beweis zu stellen – auch für die Unternehmen der Schleifring-Gruppe. So präsentiert der Schweizer Rundschleifmaschinenspezialist Fritz Studer AG, Thun, das Hartfeinbearbeitungszentrum S242 zum Rundschleifen und Hartdrehen; es nutzt die Vorteile der beiden Verfahren und bedeutet Produktivitätssteigerung auf höchster Qualitätsstufe, verspricht der Hersteller.

Hartfeinbearbeitungszentren bieten Dreh- und Schleifmaschine in einem

Die zwei oder drei parallel angeordneten Querschlitten können kundenspezifisch genutzt werden: mit ein oder zwei Schleifspindelstöcken zum Außenschleifen, mit einem Innenschleifrevolver für bis zu drei Innenschleifspindeln oder einem Drehrevolver mit bis zu zwölf Werkzeugplätzen.

Weil sich der Werkzeugrevolver optional mit angetriebenen Werkzeugen bestücken lässt, die Bohr- und Fräsoperationen möglich machen, rückt das Hartfeinbearbeitungszentrum in die Nähe eines Allrounders für rotationssymmetrische Werkstücke.

Zum Beispiel können darauf Spindeln und Führungssäulen, Werkzeugaufnahmen, Futterteile, Kolbenführungen, Steuerkolben, Pumpenritzel und Ankerwellen bearbeitet werden. Dabei lassen sich so enge Rundlauf- und Lagetoleranzen einhalten, wie es meist nur beim Bearbeiten in einer Aufspannung möglich ist. Aufgrund der niedrigen Haupt- und Nebenzeiten werden die Fertigungszeiten minimiert, bei funktionsgerechter Oberflächengüte.

3-Schlitten-Variante des Hartfeinbearbeitungszentrums mit bearbeitbarer Länge von 600 mm

Das Hartfeinbearbeitungszentrum gibt es in zwei Ausführungen, beiden gemeinsam sind die Schleifscheibenabmessungen von 200 mm × 50/65 mm, das maximale Werkstückgewicht von 25 kg und ein Schwingdurchmesser von 185 mm. In der 2-Schlitten-Ausführung hat die S242 eine Spitzenweite von 400/1000 mm und eine bearbeitbare Länge von 400/800 mm; die 3-Schlitten-Variante hat eine Spitzenweite von 800 mm und eine bearbeitbare Länge von 600 mm.

Für den erforderlichen freien Spänefall beim Hartdrehen ist das Maschinenbett in Schrägbauweise ausgeführt und ein Späneförderer sorgt für zuverlässigen Abtransport der Drehspäne.

Das Hartfeinbearbeitungszentrum S242 ist laut Hersteller aufgrund seiner hohen Flexibilität auch für Lohnfertiger für die Bearbeitung von Einzelteilen (Teilefamilien) und kleinen Losgrößen interessant. Diese Kombibearbeitungsmaschine bietet unter anderem eine Synchron-Gegenspindel auf Reitstockachse, eine In-Prozess-Messsteuerung beim Rundschleifen und als Option automatisches Werkstückhandling. Das Maschinenbett ist aus Mineralguss (Granitan).

Nockenwellenschleifmaschine ermöglicht flexibles Schleifen

Ebenso flexibles Schleifen ermöglicht die mit dem Innovationspreis der „Initiative Mittelstand“ 2007 ausgezeichnete Nockenwellenschleifmaschine Cam-Grind S mit integriertem Ladesystem, die die Studer Schaudt GmbH, Stuttgart, auf der EMO vorstellt. Die Maschine ist vielseitig einsetzbar für das Schleifen von Nockenwellen bis 650 mm Länge; sie kann sowohl als Einzelmaschine als auch – mit anderen Maschinen durch Ladesysteme gekoppelt – als Fertigungszelle innerhalb einer Fertigungsstraße eingesetzt werden, wird hervorgehoben.

Die Maschine ist mit der patentierten Schaudt-Einschwenkspindel ausgerüstet und damit auch für die Bearbeitung konkaver Nockenformen geeignet. Aufgrund der kompakten Bauweise verfügt die Cam-Grind S trotz einer Schleiflänge von 650 mm über sehr geringe Aufstellmaße.

Schleifmaschine bietet Schleiflänge von 300 mm und Spitzenhöhe von 175 mm

Auf der Schleifmaschine lassen sich Nockenwellen effizient bearbeiten. Als technische Merkmale nennt der Hersteller die Schleiflänge von 300 mm, eine Spitzenhöhe von 175 mm, die maximalen Schleifscheibenabmessungen für CBN-Scheiben von 70 bis 400 mm Durchmesser und 80 mm Breite sowie für Korundscheiben von 600 mm Durchmesser und 100 mm Breite.

Die Cam-Grind S ist für die Kühlschmierung mit Emulsion oder Öl ausgelegt. In der Ausführung L beträgt der maximale CBN-Schleifscheibendurchmesser 650 mm.

Das Mineralguss-Maschinenbett weist optimale Dämpfungseigenschaften und höchste Temperaturstabilität auf. Die optional erhältliche hydrostatische Führung der X-Achse in Verbindung mit den digitalen Antrieben ermöglicht den Angaben nach eine hochpräzise Positionierung der Werkzeugspindel bei gleichzeitig höchster Lebensdauer. Dies ist Garant für hochgenaue Schleifergebnisse.

Konfiguration der Schleifmaschine ist flexibel

Bei der Entwicklung der Cam-Grind S stand außer der flexiblen Maschinenkonfiguration ebenfalls die Senkung der TCO (total cost of ownership) im Vordergrund, wird betont. Eine hohe Instandhaltungsfreundlichkeit und eine Erhöhung der technischen Verfügbarkeit sowie eine deutliche Verringerung der Stellfläche seien einige Punkte, die zur nachhaltigen Kostensenkung beitragen.

Eine Rekordmarke in Sachen Werkstückwechselzeit beim Schleifen setzt die neue Spitzenlosschleifmaschine Kronos Speed der Studer Mikrosa GmbH, Leipzig. Die Einstechschleifmaschine für kleine Werkstücke mit Durchmessern von 2,5 bis 8 mm und einer maximalen Länge von 80 mm basiert auf der bewährten Kronos-S-Baureihe und ist mit einem High-Speed-Centerless-Lader ausgestattet, der eine Werkstückwechselzeit von unter 1 s erreicht und die Nebenzeiten drastisch senkt.

Neues Ladesystem drückt Werkstückwechselzeit der Schleifmaschine Kronos Speed drastisch

Der High-Speed-Centerless-Lader ist ein in Zusammenarbeit mit der Wenger Automation & Engineering AG entwickeltes Ladesystem, das durch fluidisches Abheben des Werkstückes von der Auflageschiene für diese sehr kurze Wechselzeit sorgt. Durch den Verzicht auf teure und anfällige NC-Achsen bietet die Maschine laut Hersteller eine kostengünstige, platzsparende und wartungsarme „Schlüssellochlösung“.

Die einfach zu bedienende Steuerung des Laders ist in der Maschinensteuerung integriert. Die Zwangsführung des Werkstückes gewährleistet einen sicheren Transport. Der Lader kann mit Öl und Emulsion betrieben werden und ist für ein breites Spektrum einsetzbar – für Einfach- und Zweifachproduktion oder Durchtakten bei zwei Operationen.MM

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