Engel auf der Fakuma 2017

Neue Spritzgießmaschinen zeigen ihr Können Live

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Teletronics: Spritzgießen mit Werkzeugriesen

Ganz und gar „elektrisch“ gehe es bei Engel auf der Fakuma im Ausstellungsbereich Teletronics zur Sache. Auf einer Engel e-mac 940/280 werden dabei anspruchsvolle Steckergehäuse für Fahrzeugtüren gespritzt, wie Engel sagt. Sei die e-mac Baureihe bis dato mit Schließkräften von maximal 1800 kN verfügbar gewesen, so erweitert Engel zur Fakuma 2017 diese Baureihe um eine Version mit 2800 kN Schließkraft.

Mehr Bauteile aus größeren Werkzeugen

Die e-mac Maschinen punkten laut Hersteller mit Schnelligkeit und Präzision, einem sehr energieeffizienten Betrieb und einer hohen Flexibilität im Anwendungsschema. Sie sollen sich dabei als extrem verlässlich erweisen und auch im „Dauerlauf“ eine stabile Produktion garantieren. Darüber hinaus sind sie in der Anschaffung preislich attraktiver als elektrische Hochleistungsmaschinen, sagt Engel. Dieses Spektrum an Eigenschaften prädestiniere die Baureihe für die Herstellung von technischen Teilen und Elektronikkomponenten. In beiden Anwendungsbereichen weist der Trend in Richtung größere Werkzeuge mit höheren Kavitätenzahlen. Diesem Trend trage Engel mit der Erweiterung der Baureihe Rechnung.

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Spritzgießen mit reduziertem Ausschuß

Mit der Herstellung von 40-poligen Steckergehäusen aus glasfaserverstärktem PBT demonstriert Engel während der Messe, wie sich höchste Anforderungen an die Präzision und Wirtschaftlichkeit vereinen lassen. Aufgrund der sehr filigranen Struktur im Inneren der Steckergehäuse entscheidet in diesem Marktsegment die Präzision des Spritzgießprozesses über die Wettbewerbsfähigkeit des Produzenten. In mehreren nachfolgenden Prozessschritten werden die Steckergehäuse mit Stabilisatoreinsätzen, Dichtungen und den Kontakten bestückt und laserbeschriftet. Unsauber ausgespritzte Bereiche oder Verzug stören die automatisierte Montage und können zu einem Produktionsstopp führen. Weil die Spritzfehler zum Teil erst gegen Ende der Prozesskette erkannt würden, verteuere sich der Ausschuss noch stärker. Um das Problem zu lösen, stellt die e-mac sicher, dass auch über lange Fließwege sehr dünnwandige Bereiche zuverlässig gefüllt werden.

Werkzeugatmung unter professioneller Aufsicht

Mit den intelligenten Assistenzsystemen aus dem inject-4.0-Programm von Engel sind die ohnehin äußerst verlässlichen e-mac-Maschinen auch für Prozessschwankungen durch externe Einflüsse optimal gewappnet. Gleich drei iQ -Produkte sind auf der Messemaschine installiert: iQ weight control, das das eingespritzte Schmelzevolumen über den gesamten Spritzgießprozess konstant hält und damit Schwankungen in den Umgebungsbedingungen und im Rohmaterial ausgleicht, iQ clamp control, das auf Basis der Werkzeugatmung die optimale Schließkraft ermittelt und automatisch anpasst, und das neue iQ flow control für die bedarfsgerechte Regelung der Werkzeugtemperierung. iQ weight control kam als erstes der iQ-Systeme vor fünf Jahren auf den Markt. Es hat sich in der Steckerproduktion bereits sehr gut etabliert, denn gerade in diesem Segment mit besonders filigranen Bauteilstrukturen gehören Prozessschwankungen zu den häufigsten Ursachen für Ausschuss. Mit iQ weight control lässt sich der produktionsbedingte Ausschuss zuverlässig vermeiden.

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