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Manuelles WIG-Schweißen Neue WIG-Schweißgeräte sind kompakt und zuverlässig

| Redakteur: Peter Königsreuther

Das Wolfram-Inertgasschweißen taugt für alle Metalle, gelingt an dünnen Werkstücken und erlaubt das Wurzelschweißen. Fronius bietet jetzt zwei neue Systeme an, die dem Praktiker noch weitere Vorteile an die Hand geben.

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Transtig 170 und Transtig 201 heißt ein schweißtechnisches Neuheiten-Duo von Fronius. Die Systeme sind nicht nur kompakt sondern auch leicht zu transportieren, so Fronius
Transtig 170 und Transtig 201 heißt ein schweißtechnisches Neuheiten-Duo von Fronius. Die Systeme sind nicht nur kompakt sondern auch leicht zu transportieren, so Fronius
(Bild: Fronius)

WIG-geschweißt werden kann außerdem mit oder ohne Zusatzwerkstoff, heißt es weiter. Diese Vorteile begünstigen den Anlagen- und Behälterbau, sind im Rohrleitungsbau aber auch in der Instandhaltung, der Montage und bei Reparaturarbeiten nicht zu verachten, so Fronius. Weil bei diesen Anwendungen oft Edelstahl und Aluminium verarbeitet würden, könne der Prozess mit hoher Nahtqualität hinsichtlich Haptik und Optik überzeugen. Das Konzept der Transtig-Geräte bewähre sich Im mobilen Einsatz noch besser, denn Fronius hat jene auch noch leicht und handlich gehalten.

Diese WIG-Systeme haben den (Licht)-Bogen zuverlässig raus

Die neue WIG-DC Gerätegeneration von Fronius meistere den Spagat zwischen kleinen Abmessungen und großem Funktionsumfang, betont der Hersteller. Sie wiegen unter 10 kg und bieten alle wichtigen Einstellmöglichkeiten, die sonst nur bei den größeren Profi-WIG-Geräten zu finden sind, wie es weiter heißt. Bei der Entwicklung habe Fronius den Fokus darauf gelegt, dass das Schweißgerät die Eingangsspannung bestmöglich verwertet, um den Schweißprozess energieeffizienter und äußerst zuverlässig sowie produktiv zu machen. Das kleine WIG-Gerät wartet etwa mit 40 % Einschaltdauer auf. Präzise gesagt, kann das System bei maximaler Leistung 4 min durchgehend eingesetzt werden – länger als das mit vergleichbaren Schweißgeräten der Fall ist, so Fronius.

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Zudem sorgt die Power Factor Correction (abgekürzt PFC) der Transtig-Geräte für eine hohe Netzspannungstoleranz, was dazu führt, dass selbst bei 30 % weniger Eingangsspannung die volle Geräteleistung abrufbar ist, betont Fronius. Obendrein werde mit der PFC die vorhandene Leistung vom Netz so effektiv wie möglich genutzt. Und mit dem Fuse-Parameter kann der Schweißer am Gerät den maximal aufgenommenen Strom vom Netz einstellen und ihn so an die örtlichen Gegebenheiten anpassen – etwa wenn auf Baustellen bereits viele Geräte in Betrieb sind, erklärt der Hersteller. Auch bei langen Netzzuleitungen, einer schlechten Netzabsicherung oder unter Betrieb über einen Generator könne diese Funktion entscheidend dafür sein, ob der Lichtbogen brenne oder nicht.

So wird das manuelle Schweißen erleichtert

Die kompakten Transtig-Geräte punkten laut Hersteller also mit ihrem überzeugenden Schweißverhalten, wie es bisher nur größere Geräte konnten. Einerseits biete Transtig einen kompletten E-Hand-Betrieb inklusive CEL-Mode (für Celluloseelektroden) und diverse Funktionen für WIG. Fronius präzisiert: mit der Punktierfunktion (TAC) erleichtert das Gerät das Zusammenheften von Bauteilen, so dass das Heften derselben im Vergleich zu konventionellen Verfahren doppelt so schnell von der Hand geht. Um während des Schweißens den Schweißstab zu wechseln oder einen Heftpunkt zu überschweißen, hat man Transtig nun eine zusätzliche Up- und Down-Slope-Funktion für den Absenkstrom verpasst, heißt es weiter. Dieser könne damit in Relation zum Hauptstrom reduziert oder auch erhöht werden. Die Gasnachströmzeit kann dabei entweder manuell eingestellt oder automatisch auf den verwendeten Schweißstrom abgestimmt werden, führt Fronius weiter aus. Außerdem steigere die Touch-Hochfrequenzzündung den Bedienkomfort zusätzlich, denn sie erkenne wenn das Werkstück berührt werde und zünde den Lichtbogen dann nach einer vordefinierten Zeit per Hochfrequenz punktgenau an der gewünschten Stelle. Deshalb können Brenner ohne Taster eingesetzt werden und das hilft auch bei schwer zugänglichen Nahtstellen, so Fronius.

Robustes Schweiß-Hightech der funktionellen Art

Vollgepackt mit technischen Rafinessen, sagt Fronius, überzeugen die Transtig-Geräte dennoch durch ein praktisches Bedienkonzept, das mit einfachem Dreh- und Drückknopf und übersichtlicher, beleuchteter Funktionsanzeige komme. Und außerdem haben man es nicht nur mit regelrechten Leichtbaugeräten zu tun, sondern auch mit überaus robusten Vertretern ihrer Art, merkt Fronius an. Denn das Kunststoffgehäuse sei weit über die Norm hinaus auf seine mechanische Belastbarkeit getestet worden. Die Handschweißgeräte von Fronius sind außerdem vor Spritzwasser gefeit und deshalb auch für den Einsatz unter rauen Bedingungen auf Baustellen oder bei der Montage einsetzbar, heißt es. Darüber hinaus versetzt sich die Transtig nach einer einstellbaren Zeitspannte selber automatisch in den Standby-Modus - das drückt den Energieverbrauch zusätzlich nach unten. Mit anderen Worten: mobile Hightech-WIG-Schweißsysteme.

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