Nachhaltigkeit

Neues Membranmaterial hilft grünem Wasserstoff auf die Sprünge

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Duraion-Membranen vereinen gleich drei Vorteile in einem

Durch die Duraion-Membran von Evonik entfaltet die AEM-Technologie also ihr volles Potenzial, denn sie vereint hohe Ionenleitfähigkeit mit großer chemischer und mechanischer Stabilität. Das sei nicht nur entscheidend für ihre Lebensdauer, sondern auch für die Effizienz der Elektrolyse. Ein weiterer Vorteil ist, dass die spezielle Membran Wasserstoff und Sauerstoff zuverlässig trennen kann. Sie verhindert so, dass es zu einem Knallgaseffekt kommen kann. Sie ist außerdem für den Betrieb unter hohen Stromdichten und Drücken ausgelegt. Bei der Herstellung der Membran werden zudem keine PFAS zugesetzt, wie Evonik anmerkt. Die neue Membranproduktion in Marl sei folglich eine zentrale Voraussetzung für die industrielle Nutzung der AEM-Elektrolyse. Evonik habe damit den Sprung vom Labormaßstab zur kontinuierlichen Produktion geschafft.

Erste Anwender für Duraion-Membranen gibt es schon

Die Beschichtungsanlage zählt mit rund 20 Metern Länge nicht zuletzt zu den weltweit größten dieser Art, wie Evonik betont. Sie stellt die Membran in einer Breite von bis zu einem Meter her und eignet sich somit für großflächige Elektrolyseure. Die Stärke von Evonik ist die vollständige Rückwärtsintegration – von den Startmolekülen bis hin zur fertigen Membranrolle. So könne man nicht nur große Mengen liefern, sondern auch ausgezeichnete Produkteigenschaften bei gleichbleibend hoher Qualität. Bei Bedarf ließe sich eine Gewebeverstärkung integrieren, sodass die Membran auch in großflächigen Systemen allen Belastungen standhalte.

Erste Hersteller von AEM-Elektrolyseuren verwenden Duraion-Membranen übrigens schon jetzt in der Pilotfertigung und in Demonstrationsanlagen. Die großskalige Anwendung der AEM-Technologie findet insbesondere aber in China viel Resonanz. Evonik greift jedoch das strategisch auf. Denn parallel zum Produktionsstart in Deutschland, nimmt das neue Evonik AEM Center Shanghai in China seine Arbeit auf. Es ist das erste technologieorientierte Anwendungstechnikzentrum des Konzerns in Asien mit klarem Schwerpunkt auf AEM-Elektrolyse und ihre Integration in die Wasserstoffinfrastruktur.

Die Experten testen dort die in Marl produzierten Membranen unter industriellen Bedingungen in Kooperation mit lokalen Partnern und Kunden. Das Center richtet sich an globale Abnehmer und ist zugleich eng an den stark wachsenden chinesischen Markt angebunden. Ziel von Evonik ist es, die AEM Technologie schnell in industrielle Anwendungen zu bringen und ihre Verbreitung voranzutreiben. (pk)

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