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Drei Kostenmodelle für den Leichtbau
Für alle drei Verfahren wurden mit Blick auf Kostenpotenziale die Wertschöpfungsstrukturen sowie die Prozesskosten analysiert. Beim RTM-Verfahren sind unter anderem die Verbesserung der textilen Halbzeugherstellung und -verarbeitung sowie die Reduktion von Aushärtezeiten und die weitere Automatisierung wesentliche Stellhebel. Bislang ist eine Vielzahl der Prozessschritte lediglich per Hand oder teilautomatisiert möglich. Beim SMC-Verfahren versprechen wiederum die Verbesserung der Zykluszeiten der Pressen sowie die Senkung der Energie- und Materialkosten größere Marktchancen.
Im Metallleichtbau ist das Kostenminimum laut Studie in vielen Bereichen erreicht. Hier ist der entscheidende Kostentreiber der Auslastungsgrad der Maschine. Bei Großserien können deutlich geringere Kosten je Bauteil realisiert werden als bei Kleinserien. Für Unternehmen im Metall-Leichtbau ergeben sich Wettbewerbsvorteile somit über die richtige Auslegung der Maschine, über deren Skalierbarkeit bzw. durch deren Auslastungsgrad. Im Gegensatz zum Metall- weist der Kunststoff-Leichtbau noch deutliche Kostensenkungsmöglichkeiten auf, insbesondere durch Automatisierungslösungen.
Leichtbau hat großes Marktpotenzial
Nach den Worten Seeligers zeigen die Ergebnisse der Studie, dass der Leichtbau noch großes Potenzial hat. Hier bestünden gerade für kleine und mittlere Unternehmen neue Marktchancen. Für den Standort Deutschland und die hiesigen OEM sei es wichtig, die innovativen Zulieferer "fit für den Leichtbau zu machen". Hier setze die neue Studie an und gebe Unterstützung bei der Entscheidung für Leichtbau. Die neuen Ergebnisse ergänzten die Studie "Leichtbau – Trends und Zukunftsmärkte und deren Bedeutung für Baden-Württemberg". Die 2014 veröffentlichte Expertise identifiziert Anwendungsfelder für Leichtbautechnologien und quantifiziert Marktgröße sowie -wachstum bis 2020. Eine erweiterte und aktualisierte Version wird im Laufe des Jahres veröffentlicht.
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