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Leichtbau-Studie Noch viel Potential beim Leichtbau

| Redakteur: Robert Horn

Leichtbau ist in der Breite der deutschen Industrie angekommen und bietet große Chancen, aber auch Herausforderungen für das verarbeitende Gewerbe. Gerade die Beseitigung von Bottlenecks in einzelnen Prozessschritten verspricht viel Marktpotenzial. Das geht aus der auf der Hannover Messe Industrial Supply vorgestellten Studie "Wertschöpfungspotenziale im Leichtbau und deren Bedeutung für Baden-Württemberg" hervor.

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Ein Viertel der deutschen Industrieunternehmen nutzt mittlerweile Leichtbau. Die Aussteller und Exponate wie der leichte Rohbau des Mercedes-AMG GT (Mitte) am Gemeinschaftsstand „Leichtbau aus Baden-Württemberg“ bei der Hannover Messe Industrial Supply (13. bis 17. April) stehen beispielhaft für die große Breite an Know-how in Deutschland und Baden-Württemberg.
Ein Viertel der deutschen Industrieunternehmen nutzt mittlerweile Leichtbau. Die Aussteller und Exponate wie der leichte Rohbau des Mercedes-AMG GT (Mitte) am Gemeinschaftsstand „Leichtbau aus Baden-Württemberg“ bei der Hannover Messe Industrial Supply (13. bis 17. April) stehen beispielhaft für die große Breite an Know-how in Deutschland und Baden-Württemberg.
(Bild: Leichtbau BW)

„Mittlerweile setzen deutschlandweit 24 % der Industrieunternehmen Leichtbautechnologien ein", sagte der Geschäftsführer der Landesagentur für Leichtbau Baden-Württemberg, Dr. Wolfgang Seeliger, bei der Präsentation der Studie in Hannover. Zur Erfassung der Verbreitung der neuen Schlüsseltechnologie wurde erstmals mit Blick auf Leichtbau die Erhebung des Fraunhofer Instituts für System- und Innovationsforschung (ISI) zur "Modernisierung der Produktion" ausgewertet. Die alle drei Jahre durchgeführte Erhebung mit bundesweit mehr als 1.500 Industriebetrieben ist die breiteste Erfassung von Modernisierungstrends in produktions- und technologieorientierten Unternehmen in Europa.

Leichtbau wird bundesweit genutzt

Große Unternehmen in Deutschland engagieren sich laut Studie im Schnitt häufiger im Leichtbau. Von ihnen nutzen bundesweit rund 35 % Leichtbau, bei kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) sind es etwa 22 %. In Baden-Württemberg nutzt jedes zweite Großunternehmen Leichtbau. Bei den KMU liegt der Südwesten bei einem Nutzeranteil von 21 % leicht unter dem bundesweiten Durchschnitt.

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Der Leichtbau-Vorsprung Baden-Württembergs speist sich in erster Linie durch die Automobilindustrie. 71 Prozent aller Betriebe im Land, die in der Automobilbranche aktiv sind, verfügen der Erhebung zufolge über Technologien zur Herstellung, Be- oder Verarbeitung von Leichtbaumaterialien. Der Nutzungsgrad ist damit fast 2,5 mal so hoch wie im Bundesvergleich. Prozesstechnologien für den Leichtbau werden deutschlandweit schwerpunktmäßig für die Einzel- bzw. Klein- und Mittelserie eingesetzt (27 bzw. 25 %). Für die Großserie liegt die Nutzerquote auf einem deutlich geringeren Niveau (17 %).

Kostenfaktor die größte Hürde beim Leichtbau

Viele Firmen geben die Kosten als größtes Hemmnis im Leichtbau an. Um für sie die Kosten konkret abschätzbar zu machen, hat die Leichtbau BW zusammen mit Wissenschaftlern unter Koordination des Fraunhofer ISI für die Studie drei Kostenmodelle entwickelt - beim Kunststoff für die Verfahren RTM und SMC sowie beim Metall-Leichtbau für Tiefziehen. Die Kostenmodelle sind in Excel-Dateien so aufgebaut, dass sie von Unternehmen einfach und mit geringem Zeitaufwand angewendet werden können.

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