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Oberflächentechnik Oberflächenbearbeitung öffnet sich dem Roboter

Autor / Redakteur: Josef Kraus / Josef-Martin Kraus

In der Oberflächenbearbeitung müssen sich Roboter extremen Arbeitsbedingungen stellen, besonders beim Automatisieren der Werkzeug- oder Werkstückführung in Arbeitskammern von Strahl-, Entgrat- und Reinigungsanlagen. Wie bei der Anlagenbeschickung stehen sie dabei im Wettbewerb mit Linearsystemen.

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Automatisches Beschicken einer Anlage zum Hochdruck-Wasserstrahlentgraten. Der Beschickungs- und Entladeroboter beschränkt trotz Automatisierung nicht die Vielfalt der in der Anlage bearbeitbaren Werkstücke. Bild: Piller
Automatisches Beschicken einer Anlage zum Hochdruck-Wasserstrahlentgraten. Der Beschickungs- und Entladeroboter beschränkt trotz Automatisierung nicht die Vielfalt der in der Anlage bearbeitbaren Werkstücke. Bild: Piller
( Archiv: Vogel Business Media )

Die reduzierten Anschaffungskosten haben den Robotern die Tür zu mittleren und kleinen Betrieben aufgestoßen. Dort sind die Automaten als flexible Helfer willkommen. In der Oberflächenbearbeitung zeigt sich das an der Eindeutigkeit der Entscheidungen.

Roboter machen Automatisierung flexibel

„Wird automatisiert, dann flexibel mit Robotern“, erläutert Dr.-Ing. Matthias Wadle, Vertriebsleiter bei der Piller Entgrattechnik GmbH, Ditzingen, der diese „Vorliebe“ für Roboter von Automatisierungsprojekten beim Wasserstrahl-Entgraten her kennt. Die Gründe dafür werden in den kleineren Werkstückserien gesehen, die ein Automatisieren von Handlingaufgaben oft erschweren. „Kleinere Betriebe zeigen sich in den Stückzahlen hochflexibel“, erläutert Wadle.

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Im Vergleich dazu ist in Großbetrieben die Flexibilität des Roboters oft nicht erforderlich. Dort erledigt der Roboter aufgrund der hohen Stückzahlen immer wiederkehrende Aufgaben. Der Bewegungszyklus ist derselbe, weshalb für die Werkstückführung beim Wasserstrahl-Entgraten auch Systeme mit klassischen Koordinatenachsen geeignet sind.

Großbetriebe setzen wegen geringerem Instandhaltungsaufwand auf Roboter

Für die Anwendung von Robotern in Großbetrieben gibt es jedoch auch andere Gründe, wie die Verringerung des Instandhaltungsaufwands, die vor allem bei der Installation von Robotern eines Typs zum Tragen kommt: „Ist am Handling etwas kaputt, wird der Roboter schnell ausgetauscht, das entsprechende Programm eingespielt und weiter geht die Produktion“, berichtet Wadle. „Dazu müssen keine spezifischen Ersatzteile wie Achsen und Motoren von verschiedenen Herstellern vorrätig gehalten werden. Beim Retrofitting etablierter Produktionslinien haben Roboter wegen der oft beengten Einbaumaße teilweise Vorteile.“

Basis einer Automatisierung sind qualitative oder wirtschaftliche Erfordernisse. So kann eine Einzelbearbeitung von Werkstücken die Notwendigkeit eines Roboters zur Folge haben. Ziel ist die Reproduzierbarkeit von Prozessabläufen. Das sorgt für mehr Sicherheit bezüglich der Bearbeitungsqualität.

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