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Visi 2020.1 Optimierte Funktionen für den Werkzeug- und Formenbau

| Redakteur: Stefanie Michel

Die neue Visi-Version 2020.1 verfügt über wesentliche Neuerungen in CAD, Mould, Progress und in der CAM-Funktionalität. Sie fokussiert sich laut Hersteller Mecadat auf die bestmöglichen Funktionalitäten für den Werkzeug- und Formenbau.

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Mit der neuen Visi-Version 2020.1 wurden die Funktionen für das Reverse Engineering erweitert.
Mit der neuen Visi-Version 2020.1 wurden die Funktionen für das Reverse Engineering erweitert.
(Bild: Mecadat)

Mecadat präsentiert die neue Visi-Version 2020.1, die über wesentliche Neuerungen in CAD, Mould, Progress und in der CAM-Funktionalität verfügt. Da Reverse-Engineering im Werkzeug- und Formenbau verstärkt eingesetzt wird, enthält Visi 2020.1 außerdem neue Optionen im Modul „Reverse“. Des weiteren gibt es nun laut Hersteller ein verbessertes Interface für Hexagons mobile Absolut-Messarme und Leica-Scanner; auch der Aicon-Weißlichtscanner wird nun unterstützt. So können Punktewolken direkt oder indirekt geladen werden.

In der Flächenrückführung gibt es nun Funktionen, die es gestatten, in Bereichen des Meshmodells exakte analytische Flächen wie Ebenen oder Zylinder zu erstellen. Die Scandaten oder die entstandenen Modelle und Gussrohlinge können abschließend einfach mit den originalen CAD-Daten ausgerichtet werden. Die neue adaptive „Best Fit“-Methode erlaubt durch Festlegen verschiedener Toleranzen an bestimmten Bauteilwänden eine noch bessere Ausrichtung eines Rohteilmodells zum Fertigteil bei der Fräsbearbeitung, so der Hersteller. Der Vergleich mit der Fehlfarbenanalyse wurde ebenfalls erweitert und optimiert: So sollen die Scandaten mit dem in der Flächenrückführung neu entstandenen CAD-Modell noch besser verglichen werden können.

Hinterschnitte schon während des Konstruierens erkennen

Im CAD-Modul werden Hinterschnitte ebenso erkannt wie Wände, die aus der Z-Richtung nicht erreicht werden können.
Im CAD-Modul werden Hinterschnitte ebenso erkannt wie Wände, die aus der Z-Richtung nicht erreicht werden können.
(Bild: Mecadat)

Im CAD-Basissystem gibt es zahlreiche Verbesserungen bei der Elementauswahl. So können Körperkanten, die eine Schleife bilden, schnell ausgewählt werden, selbst wenn die einzelnen Kanten nicht tangential sind. Auch alle auf einer Wand senkrecht stehenden Kanten lassen sich nun mit einem Klick auswählen, um so beispielsweise alle Ecken in einer Tasche abzurunden. Neben dem ebenen dynamischen Schnitt durch eine Baugruppe können nun rotatorische Schnitte ebenfalls durchgeführt und der Schnitt auch entlang einer Leitkurve geführt werden. Zusätzlich erleichtere eine neue graphische Option das Erkennen von Hinterschnitten, senkrechten Wänden und das Anzeigen von Wänden, die aus der Z-Richtung nicht erreicht werden können. Dafür ist es nicht nötig eine Bauteilanalyse zu starten. Während des Konstruierens erkennt der Anwender sofort, ob eine von Ihm angebrachte oder geänderte Formschräge einen Hinterschnitt verursacht.

Auch die Visi-Schlüsselmodule Mould und Progress wurden optimiert: Unter anderem wurden zahlreiche Funktionen für den Spritzguss- und Blechwerkzeugbau integriert. So bietet die Funktion „Body to Mould“ eine automatisierte Lösung, um für ein Kunststoffteil die optimale Position und Lage im Werkzeug zu erreichen: Laut Hersteller wird damit die ideale Entformungsrichtung leichter gefunden, da die Bauteile normalerweise in Fahrzeuglage gespeichert sind. Über diese neue Funktion sei es jederzeit möglich, die Bauteile auch wieder aus der Werkzeuglage in die Fahrzeuglage zu bringen. So können dem Produktentwickler Änderungen übergeben werden, die in der Werkzeugkonstruktionsphase am Artikel gemacht wurden; die angebrachte Schwindung wird dabei automatisch entfernt.

Neue Abwicklungstechnik spart Zeit

Eine neue Abwicklungstechnik überträgt nachträglich eingebrachte Änderungen am Blechteil automatisch auf das Streifenbild.
Eine neue Abwicklungstechnik überträgt nachträglich eingebrachte Änderungen am Blechteil automatisch auf das Streifenbild.
(Bild: Mecadat)

In Visi Progress wird die mit der Vorgängerversion eingeführte solidbasierende Abwicklungstechnik weiter ausgebaut. Diese Funktionalität stellt nun eine komplette Lösung für die Platinenermittlung dar. Das Ziel der neuen Abwicklungstechnik ist es, schnell einen Methodenplan zu erstellen und nachträglich eingebrachte Änderungen am Blechteil immer automatisch auf das Streifenbild zu übertragen. Das gilt auch für die verschiedenen Umform- und Biegestufen im Streifenlayout. Das Updaten aller Prozessstufen in einem Folgeverbundwerkzeug spare viel Zeit während der Werkzeugkonstruktionsphase und den Korrekturschleifen ein.

Auch sämtliche NC-Module werden in Visi 2020.1 optimiert: Das Werkzeugmanagement wird um das Anlegen und Verwalten von Werkzeugen mit komplexen Geometrien erweitert, sodass unter anderem Weitwinkelfräser, Kreissegmentfräser und Freiformfräser definiert sowie in den 5-Achs-Strategien verwendet werden können. Beim Arbeiten mit Operationsvorlagen werde nun die Mehrseitenbearbeitung noch besser unterstützt wird. Das sei vor allem bei der automatisierten Elektrodenbearbeitung hilfreich. Auch die hybride „Waveform“-Schrupptechnologie enthält diverse Verbesserungen wie beispielsweise eine Option, die dünne Stege beim Materialabtrag vermeidet. Außerdem gebe es eine neue 5-Achs-Strategie für das effektive Entgraten von Bauteilkanten.

Mecadat auf der Blechexpo 2019: Halle 6, Stand 6210

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