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Das Fahrständer-Bohrwerk hat alle Eigenschaften, um die Fertigungsaufgaben und die geforderten Genauigkeiten zu erfüllen. Dem Ständer steht auf der X-Achse ein Fahrweg von 18.000 mm zur Verfügung (Bild 2). Entlang der Y-Achse kann der Spindelkasten in senkrechter Richtung auf einem Weg von 6000 mm fahren (Bild 3). Der Axialverfahrweg der Traghülse in Z-Richtung beträgt 1400 mm. Zusätzlich kann die Bohrspindel auf der W-Achse noch um weitere 1200 mm ausgefahren werden. Der mit 100 t belastbare Dreh- und Verschiebetisch lässt sich auf der V-Achse um 2500 mm quer zur X-Achse verfahren. Neben der hohen Tragfähigkeit des Tisches unterstreicht auch die Aufspannfläche von 3500 mm × 4000 mm die Möglichkeit, große Werkstücke zu bearbeiten.
Die Fahrständer-Bohrwerke zeichnen sich durch eine genaue Zustellung auf allen Achsen aus sowie durch unterschiedliche Maßnahmen, um die thermischen Einflüsse möglichst klein zu halten. So besitzen die Speedram-Maschinen hydrostatische Führungen in allen Achsen. Um eine hohe Präzision des Ölfilms im hydrostatischen System zu erreichen, werden die Taschen aus Bronze manuell geschabt. Auch die Traghülse im Spindelkasten wird an allen vier Seiten hydrostatisch geführt. Beim Dreh- und Verschiebetisch sind sowohl die Dreh- als auch die Verschiebeachse hydrostatisch gelagert.
Maßnahmen gegen thermische Einflüsse bei der mechanischen Bearbeitung
So vielfältig die thermischen Einflüsse bei der mechanischen Bearbeitung sind, genauso zahlreich sind auch die Maßnahmen, die Pama dagegensetzt. Dazu zählt die doppelwandige Ausführung des Ständers. Sie bewirkt nicht nur eine höhere mechanische Stabilität, sondern auch eine deutlich bessere Thermostabilität. Bei der Minimalmengenschmierung der Spindellager geht es weniger um die Reduzierung der Ölversorgung, sondern genau wie bei den anderen Lagern um die Sicherstellung der Ölzuführung, die neben der Schmierung auch für die Thermostabilisierung zuständig ist.
Die Maschine arbeitet mit geschlossenen Kühlkreisläufen für sämtliche Schmiermittel, sodass sie mit einer definierten Temperatur wieder in die Maschine zurückfließen. Das heißt, auch die Kühlschmiermittel, die von innen und von außen an die Werkzeugschneide geführt werden, sorgen nicht nur für ein sicheres Ausspülen der Späne, sondern auch für die Kühlung des Werkstücks (Bild 4). Darüber hinaus bietet eine automatische Echtzeitkompensation möglicher Längenausdehnungen der Bohrspindel eine weitere Möglichkeit, Wärmeeinflüsse zurückzudrängen.
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