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Für ein ortsfestes Regalmagazin in Form einer Werkzeugarena hat sich SMS Siemag entschieden. Dort sind 240 Plätze für Werkzeuge vorhanden. In die Arena lassen sich Werkzeuge einlagern, die maximal 800 mm breit, 1000 mm lang und im Durchmesser nicht größer als 400 mm sind. Zudem dürfen sie nicht mehr als 100 kg wiegen. Mit dem Doppelgreifer wechselt der Roboter nicht nur die Werkzeuge in der Bohrspindel, sondern auch die Zusatzaggregate.
Sämtliche Werkzeuge tragen einen integrierten Mikrochip
Damit der Roboter stets das richtige Werkzeug an die Hauptspindel beziehungsweise an die Spindel eines Zusatzaggregates bringt, arbeitet die Werkzeugarena mit einem Werkzeugidentifikationssystem. Sämtliche Werkzeuge tragen einen integrierten Mikrochip, auf den in der Werkzeugvoreinstellung alle für die Bearbeitung erforderlichen Informationen gespeichert werden. Über Leseköpfe in den Werkzeugaufnahmen der Übergabeschleuse wird das jeweilige Werkzeug identifiziert. Die Schleuse hat acht Einlegepositionen und trennt die manuelle Werkzeugübergabe vom Arbeitsbereich des Roboters. Der lagert, den Befehlen der Steuerung folgend, das Werkzeug chaotisch ein. Damit werden manuelle Fehler weitestgehend vermieden. In der Werkzeugarena erfolgt mithilfe einer Laserlichtschranke eine Werkzeugbruchkontrolle. An der installierten Reinigungseinheit mit rotierenden Bürsten reinigt der Roboter den Werkzeugkegel automatisch.
Nicht zuletzt haben die richtige Auswahl der Werkzeuge sowie die Gestaltung von Zusatzaggregaten einen erheblichen Einfluss auf die Produktivität der Maschine. Pama legt großen Wert auf die eigene Konstruktion und Fertigung von unterschiedlichen Fräsköpfen. Die Zusatzköpfe sind ein wesentlicher Bestandteil des Gesamtkonzepts einer Maschine. Für SMS Siemag wurden insgesamt sechs Zusatzaggregate geliefert. Diese befinden sich in der Pick-up-Station, die acht Plätze bietet (Bild 5). Ein Platz wird freigehalten für die Schutzplatte, die vor der Aufnahme eines Zusatzaggregats abgelegt werden muss.
Pick-up-Station mit zwei Winkelfräsköpfen
In der Pick-up-Station befinden sich zwei Winkelfräsköpfe mit maximalen Spindelleistungen von 20 und 50 kW, ein Universal-Schrägachsen-Fräskopf mit 25 kW Spindelleistung, ein versetzter Vorsatzkopf mit 50 kW Spindelleistung, ein Stützlager sowie ein Schnelllaufkopf mit einer Übersetzung von 4:1. Dieser Schnelllaufkopf wird bei kleineren Werkzeugen eingesetzt, um für die Erhöhung der Produktivität die maximale Spindeldrehzahl von 1800 min-1 auf eine Werkzeugdrehzahl bis 7200 min-1 zu erhöhen. MM
* Thomas Ulrich ist Niederlassungsleiter der Pama GmbH in 55124 Mainz.
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