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Fahrständer-Zerspanungsanlagen Papierindustrie-Zulieferer setzt auf Zerspanungsgigantin

Redakteur: Peter Königsreuther

Andritz stellt unter anderem Ausrüstung und Anlagen für die Papier- und Zellstoffindustrie her. Damit das noch besser klappt, investierte man in eine Juaristi-Fahrständer-Bohr- und -Fräsmaschine...

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Blick auf eine Fahrständer-Bohr- und -Fräsmaschine des Typs MX9-RAM von Juaristi. So eine unterstützt jetzt den Papierindusrie-Zulieferer Andritz durch Kraft und langlebige Präzision.
Blick auf eine Fahrständer-Bohr- und -Fräsmaschine des Typs MX9-RAM von Juaristi. So eine unterstützt jetzt den Papierindusrie-Zulieferer Andritz durch Kraft und langlebige Präzision.
(Bild: Juaristi)

Die gelieferte Maschine ist, wie Juaristi sagt, komplett an die Produktionsanforderungen von Andritz angepasst. Es handelt sich um ein Exemplar der Serie MX9-RAM mit thermosymmetrischem Ständerdesign, deren sämtliche Strukturelemente aus Gussstahl bestehen – das sorgt für eine hohe Steifigkeit des Gesamtsystems. Durch diese „Box-in-Box-Konfiguration“ bleibe die Anlage auch thermisch besonders stabil und erreiche so eine stets hohe Präzision. Durch die verstärkte vertikale Führung mit jeweils zwei Linearführungen an der Rück- und Vorderseite, werde die Stabilität der Maschine noch weiter verbessert. Die sich daraus ergebende Laufruhe wirkt sich außerdem positiv auf die Lebensdauer der Zerspanungswerkzeuge aus.

Doppelt hydromechanischer Ausgleich verhindert Abweichungen

Dieses Modell MX9-RAM verfügt über große RAM- und Bohrspindel-Verfahrwege (RAM 1900 mm und Bohrspindel 1000 mm, Z+W 2900 mm), wodurch auch schwierig erreichbare Werkstückzonen bearbeitet werden können. Stetig eingehaltene Hochpräzision erreicht die Maschine über die sogenannte RPT-Technology (RAM Precision Technology), ein System, bestehend aus einer doppelten hydromechanischen Kompensationseinheit zum Ausgleich des RAM-Schwerpunktes und des Absenkens der Baugruppe „RAM-Zusatzaggregate“ in Echtzeit, betont Juaristi. Hinzu kommen eine hohe Zerspanungsleistung und -kapazität. Im Dauerbetrieb werden 64 kW Leistung und ein Drehmoment von 4047 Nm bereitgestellt. Die maximale Spindeldrehzahl beträgt 2500 min-1 bei einem Bohrspindeldurchmesser von 180 mm.

Die Fähigkeit zum Pendelbetrieb ist ein USP

Eines der wesentlichen Differenzierungsmerkmale dieser Maschine ist auch, dass man mit ihr im Pendelbetrieb arbeiten kann, denn sie bietet drei verschiedene Arbeitsbereiche, die es ermöglichen, Werkstücke hauptzeitparallel zu be- und entladen, während die Maschine gleichzeitig ein anderes Werkstück bearbeitet, erklärt der Hersteller dazu. Darüber hinaus verfügt sie über zwei Drehtische des Typs MGX60 mit Tischplattenflächen von 3500 mm × 3500 mm inklusive hydrostatischer Axiallagerung, einem linearen Verfahrweg von 4000 mm (V-Achse) und einer Tragfähigkeit bis 60 t.

Mit Blick auf Multifunktionalität arbeitet sie mit dem Universalkopf Juaristi-ACD2, der eine automatische Positionierung von 0,001º × 0,001º in beiden Achsen sicherstellt. Ein Stützlager für die Bohrspindel und ein automatisches Kopfwechselsystem rundet das Gesamtbild hinsichtlich Performance ab, so Juaristi.

Das Werkstück ist immer im Blick des Bedieners

Die MX9-RAM bei Andritz verfügt über eine für diese Art von Maschinen hohe Vorschubgeschwindigkeit von 25 m/min in X-, Y- und Z-Achse. Zahlreiche Vorteile ergeben sich deshalb bei der Bearbeitung von großen Werkstücken. Hervorzuheben seien auch der horizontale Verfahrweg von 22.000 mm und der vertikale Verfahrweg von 6000 mm, wobei auch dann die Bearbeitungsleistung der Maschine nicht nachlasse. Zur Erleichterung der Arbeit kann die Bedienerplattform in drei Richtungen unabhängig bewegt werden, wodurch auch die Sicht auf das in Bearbeitung befindliche Werkstück stets gut ist, schließt Juaristi die Beschreibung.

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