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JEC World 2019

Partner von der Idee bis zum serienreifen Compositeteil

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Pultrusion klappt jetzt im Double-Speed

Weiteres Highlight auf dem Krauss-Maffei-Stand ist die Präsentation der iPul-Technik, für die Krauss-Maffei-Reaktionstechnik verantwortlich zeichnet. Mit der 2017 am Markt eingeführten Anlage habe das Unternehmen neue Maßstäbe bei der Pultrusion, dem kontinuierlichen Strangziehen von faserverstärkten Profilen und Rundstäben, gesetzt. Die iPul-Anlage erlaubt eine im Vergleich zu anderen Systemen, wie der Wannenfertigung, eine rund doppelt so schnelle Produktion.

Kostenattraktivität des Leichtbau-Pultruison ist bewiesen

„Mit der iPul-Anlage haben wir genau den Puls der Zeit getroffen. Großes Interesse weckt die neue Technologie in der Bauindustrie, etwa für Fensterprofile oder Bewehrungsstäbe in Beton, oder in der Windkraft. Hier erhielten wir unlängst einen Serienauftrag für ein größeres Projekt in Russland", erklärt Philipp Zimmermann, Leiter der Business Unit Composites/Surfaces bei Krauss-Maffei. Aber auch die Automobilindustrie und die Energie- und Stromversorgung bieten viel Potenzial. Dabei hat das Unternehmen in Zusammenarbeit mit Tier1-Zulieferern und dem Fraunhofer-IGCV zwei zukunftsweisende Entwicklungsprojekte gestartet, heißt es weiter. Die Pultrusion beweise im Rahmen dessen ihre wahre Stärke: Die kosteneffiziente Produktion von Faserverbundprofilen bei geringen Einstiegshürden von Anlagen- und Werkzeuginvest. „Attraktiver wird der Leichtbau nicht mehr werden", betont Zimmermann.

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Jetzt können auch diverse Harzsysteme verarbeitet werden

Mit der neuen iPul-Serie stelle Krauss-Maffei erstmals schlüsselfertige Komplettanlagen zur Verfügung, in denen die Anlagen-, Prozess- und Werkzeugtechnologie aus einer Hand stammen. Wichtige Verfahrensparameter wie die Austragsleistung und Abzugsgeschwindigkeit werden zentral gesteuert, heißt es. Zu den weiteren Vorteilen von iPul zählen die hohe Flexibilität und Präzision der Anlagen. Mithilfe der Injektionsbox sowie einer Dosiertechnik samt neu entwickeltem Mischkopf werde es jetzt auch möglich, komplett unterschiedliche Harze zu verarbeiten – auch hochreaktive Polyurethansysteme.

Langfaserverstärkt und mit Spitzenoberfläche

Mit dem LFI-Verfahren (Long-Fiber-Injection) präsentiert Krauss-Maffei noch eine in der Serie etablierte Möglichkeit für den faserverstärkten Leichtbau. „Das LFI-Verfahren ist ideal für großflächige, komplexe und zugleich dünnwandige Bauteile. Typische Endanwendungen sind zum Beispiel Abdeckungen für Lkw, Nutzfahrzeuge und Landmaschinen. Dabei sehen wir weiterhin viel Potenzial am Markt, vor allem in China und in den USA", so Zimmermann. Im Zuge dessen, sorgt der hohe Automatisierungsgrad für kurze Zykluszeiten. Die hohen Faservolumengehalte von bis zu 50 % gewährleisten eine hohe Bauteilstabilität bei gleichzeitig niedrigem Gewicht. LFI-Bauteile zeichnen sich durch eine hohe Temperaturfestigkeit und eine exzellente Schlagzähigkeit aus und verfügen werkzeugfallend über so gute Oberflächen, dass sie sofort montiert werden können, betont Zimmermann. Auf der JEC präsentiert Krauss-Maffei, eine Traktor-Seitenabdeckung aus der Serienporduktion.

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