Positionieren Plattenbürsten als Arbeitstischauflage verhindern Bauteilschäden bei der Bearbeitung und Montage
Bei Stanz-Nibbelmaschinen haben sich Mink Plattenbürsten als Tischoberfläche etabliert. Als flexible Auflage sorgen sie für eine oberflächenschonende Blechbearbeitung. Bei nachfolgenden Arbeitsschritten wird allerdings häufig nicht mehr so schonend mit den Blechteilen umgegangen. So kommt es in der Montage immer wieder zu Beschädigungen, zum Beispiel zu Dellen und Kratzern.
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Das muss nicht sein, ist Peter Schwarz, Projektleiter bei der Mink-Bürsten KG, Göppingen, überzeugt: „Mit dem neuen Mink Care-System ist ein schonendes Tragen und Gleiten empfindlicher Teile garantiert.“ Um den Bauteiltransport schonend zu gestalten, werden Montagetische mit Teppich beklebt, mit Polystyrolschaum (Styropor) verkleidet oder mit Gummi-Auflagen versehen.
Von diesen Systemen hält Peter Schwarz wenig, weil problematisch: So können sich im Teppich Späne und Kleinteile festsetzen, die empfindliche Oberflächen zerkratzen. Geschäumtes Polystyrol erzeugt Reibungswärme. Dadurch kommt es zu Mattierungen auf beschichteten, insbesondere lackierten Oberflächen. Und Gummi-Auflagen haben große Reibwerte. Folglich werden Handling und Weitertransport auf den Montagetischen durch den erhöhten Widerstand erschwert.
Das Mink Care-System hat diese Nachteile nicht. „Es besteht aus unzähligen flexiblen Fasern, auf denen empfindliche Teile absolut zuverlässig getragen werden“, erläutert der Projektleiter. Die Lieferung dieser standardisierten Bürstenplatten erfolgt in Kartonagen: Ein Karton beinhaltet 20 Bürstenplatten. Das entspricht 1 m2 Fläche.
Einzelne Elemente ermöglichen flexiblen Aufbau
Die einzelnen Elemente lassen sich beliebig aneinanderreihen. Der Bürstkörper wird aus chemisch resistentem Polypropylen spritzgegossen. Der Faserwerkstoff ist Polyamid. Beides zusammen ergibt laut Peter Schwarz „ein optimales Kosten-Nutzen-Verhältnis“. Die Lieferzeit für Standardprodukte betrage nur wenige Arbeitstage. Als weiterer Vorteil verweist der Projektleiter auf die sechs Montagebohrungen in den Bürstenplatten: „Dadurch kann das Mink Care-System® schnell und einfach montiert oder demontiert werden.“
Der Bürstenkörper passt sich unterschiedlichen Bauteilkonturen an: zum Beispiel gewölbten oder gebogenen Oberflächen. Die Flexibilität der Fasern lässt jede Bauteilform zu. Die Polyamidfasern gibt es dazu in drei Standardlängen.
In Kombination mit unterschiedlichen Faserdurchmessern werden laut dem Projektleiter eine Vielzahl unterschiedlicher Anforderungen abgedeckt: Kurze und relativ harte Beborstung für schwere Werkstücke, weiche Fasern für sehr empfindliche Oberflächen oder hohe Beborstung für Güter, die bereits mit Anbauteilen – zum Beispiel Möbelfronten mit Scharnieren, Bolzen oder Handgriffen – versehen sind. Diese Anbauteile tauchen in das flexible Faserfeld ein. So können weitere Montageteile ohne Schwierigkeiten montiert werden.
Jede Werkbank und jeder Arbeitstisch lässt sich mit Bürsten nachrüsten
Jede gängige Werkbank oder handelsüblicher Arbeitstisch ist mit dem Mink Care-System ausrüstbar: schnell, kostengünstig und auch nachträglich, konkretisiert Peter Schwarz. „So kann das System in allen Fällen dafür sorgen, dass angesammelter Schmutz, liegen gebliebene Späne und vergessene Kleinteile wie Schrauben oder Nägel nicht zum Bauteilausschuss führen.“ Sie fallen zwischen die Faserbündel. Der verschmutzte Zwischenraum wird mit Druckluft oder Wasser gereinigt.
Außerdem sieht man in den Platten ein nützliches Hilfsmittel für die Montage: Anordnung, Werkstoff und Temperaturbeständigkeit der Fasern sorgen für eine oberflächenschonende, beständige Auflage, eine mögliche Farbgebung bestimmter Fasern gibt Orientierung bei der Positionierung. Darüber hinaus erinnert der Projektleiter an den Vorteil der Geräuschminderung: „Durch Auflage auf Monofilen werden bei der Bearbeitung und Montage von Blechteilen Geräusche minimiert.“ Auf harten Werkbänken oder Montagetischen sind diese Arbeiten mit viel Lärm verbunden.jk
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